Verwaltung
Kanton Nidwalden reorganisiert die Abteilungen für Militär und Zivilschutz

Nidwalden reorganisiert die Abteilungen Militär, Zivilschutz und Infrastruktur. Der neue Vorsteher ist der Aargauer Ronald Rickenbacher.

Florian Pfister
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Ronald Rickenbacher.

Ronald Rickenbacher.

Bild: PD

Ronald Rickenbacher wird Vorsteher des Amtes für Militär und Zivilschutz in Nidwalden. Der 35-Jährige tritt seine neue Stelle am 1. April 2021 an, wie der Kanton Nidwalden in einer Mitteilung schreibt. Die Besetzung geschieht aufgrund einer Reorganisation: Die Abteilungen Militär, Zivilschutz und Infrastruktur werden zum Amt für Militär und Zivilschutz. Die neue Organisation tritt ebenfalls per 1. April in Kraft.

Der Kanton führt die Reorganisation durch, nachdem die Organisationsstruktur des ehemaligen Amtes für Militär und Bevölkerungsschutz einer grundlegenden Überprüfung unterzogen worden war. Die Notorganisation, die in Krisenzeiten den Kern des Führungsstabs bildet, wurde aus dem bisherigen Amt herausgelöst und wird als Stabsstelle direkt der Vorsteherin der Justiz- und Sicherheitsdirektorin, Karin Kayser, unterstellt.

In den vergangenen Jahren gab es vermehrt Abgänge bei den Führungspositionen innerhalb verschiedener Ämter der Justiz- und Sicherheitsdirektion. Vereinzelte Konflikte hatten auf der einen oder anderen Seite zur Trennung geführt. Die hergebrachten Amtsstrukturen führten seit längerem zu Problemen in der Aufgabenabgrenzung. Mit der Reorganisation will die zuständige Regierungsrätin Karin Kayser mehr Klarheit und Stabilität schaffen. «Die neuen Strukturen ermöglichen klare Arbeitsabläufe und Verantwortlichkeiten», sagt sie auf Anfrage. «Nun ist klar definiert, wer welche Aufgaben übernimmt.» In der Vergangenheit sei es zu Unklarheiten gekommen, da es Überschneidungen gab.

Viel Erfahrung im Militär und Zivilschutz

Zu den ersten Aufgaben von Ronald Rickenbacher dürfte die Etablierung der amtsinternen Reorganisation gehören. «Auch wenn jede Reorganisation ihre Besonderheiten aufweist und eine neue Herausforderung darstellt, kann Ronald Rickenbacher auch in dieser Hinsicht auf Erkenntnisse aus vergleichbaren Projekten zurückgreifen», lässt sich Karin Kayser in der Mitteilung zitieren.

Roland Rickenbacher hat bereits zahlreiche Erfahrungen in den Bereichen Militär und Zivilschutz gesammelt. Er hatte sich nach seiner Ausbildung als Elektromonteur 2006 dem Berufsmilitär angeschlossen, wo er bis 2016 in verschiedenen Funktionen für die Planung und Umsetzung der militärischen und polizeilichen Grund- und Kaderausbildung verantwortlich war.

Rickenbacher ist seit 2017 in der Zivilschutzorganisation Wettingen-Limmattal als Kommandant und operativer Leiter tätig. In der Gemeinde Wettingen ist er Stabschef. In seine Amtszeit fällt unter anderem eine Reorganisation zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft.

Einsatzleiter beim Absturz der F/A 18 am Lopper

Er bildete sich berufsbegleitend zum Wirtschaftsfachmann und eidgenössisch diplomierten Führungsfachmann weiter und absolviert derzeit das Masterstudium in Public Management und Politik an der Hochschule Luzern. Er schliesst es im kommenden Jahr ab.

Der Aargauer fungierte unter anderem auch in Nid- und Obwalden und war unter anderem Einsatzleiter der Militärpolizei Miliz beim Absturz der F/A 18 am Lopper im Jahr 2013. Er kennt die Region daher bereits.

«Er deckt mit seinem breiten Erfahrungsrucksack und den erfolgreich durchlaufenen Weiterbildungen die wichtigsten Anforderungen an diese Führungsposition ab», lässt sich Karin Kayser zitieren. «Dass er die Region von seinen bisherigen Tätigkeiten bereits kennt, ist sicher ein grosser Vorteil.»