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Er ist zum zweiten Mal Alterspräsident im Nidwaldner Landrat

Der Stansstader CVP-Landrat Norbert Rohrer darf zum zweiten Mal als Alterspräsident die neue Legislatur eröffnen. Diesmal hat er im Gegensatz zur Premiere vier Jahre Parlamentserfahrung aufzuweisen.
Martin Uebelhart
Norbert Rohrer (CVP) aus Stansstad eröffnet als Alterspräsident auch dieses Jahr die neue Legislatur im Landrat. «Ich würde sagen, es ist nicht so schlimm wie im Nationalrat.» (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 12. Juni 2018))

Norbert Rohrer (CVP) aus Stansstad eröffnet als Alterspräsident auch dieses Jahr die neue Legislatur im Landrat. «Ich würde sagen, es ist nicht so schlimm wie im Nationalrat.» (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 12. Juni 2018))

Eine grosse Sache will Norbert Rohrer nicht daraus machen, dass er wiederum Alterspräsident im Nidwaldner Landrat ist. «Es hat mich keiner der Bisherigen überholt», meint er lachend, bevor er ergänzt: «Und niemand der älter ist, ist gewählt worden im März.» Dem Alterspräsidenten fällt in der konstituierenden Sitzung des Landrats alle vier Jahre die Aufgabe zu, die Geschäfte zu leiten, bis der neue Landratspräsident gewählt ist. Und er darf sich in einer Eröffnungsansprache an den Landrat und die Regierung wenden.

Rohrer, der im Dezember 70 Jahre alt wird, ist vor vier Jahren erstmals in den Landrat gewählt worden. Und wurde gleich als ältester Gewählter auch Alterspräsident. «Als Gemeinderat von Stansstad hatte ich gesehen, dass vieles auf Kantonsebene entschieden wird, darum hatte ich mich entschlossen zu kandieren», sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Und räumt ein, dass er eine gewisse Skepsis gegenüber dem Landrat hatte und der Ansicht gewesen sei, da werde viel zum Fenster hinaus geredet. «Diese Meinung musste ich schon etwas revidieren», hält er fest.

Vor allem die Arbeit in den Kommissionen sei spannend. «Dort wird sehr intensiv diskutiert und man kommt nicht unbedingt mit vorgefassten Meinungen.» Er habe in diesen vier Jahren einen positiveren Eindruck erhalten, als er ihn zuvor hatte, sagt Norbert Rohrer. Er war bisher Mitglied der Finanzkommission und der Kommission für Bildung, Kultur und Volkswirtschaft (BKV). Diesen beiden soll er auch in den kommenden vier Jahren angehören, für die BKV wird er vom Landratsbüro als Präsident vorgeschlagen.

Gemeinsamkeiten in der politischen Arbeit suchen

In seiner Ansprache als Alterspräsident vor vier Jahren hatte er festgehalten, in der politischen Arbeit nicht die Gegensätze, sondern die Gemeinsamkeiten suchen zu wollen. Wie ist ihm das gelungen in den ersten vier Jahren? «Ich bin mir vom Gemeinderat her gewöhnt, mehr Sachpolitik als Parteipolitik zu machen», hält Rohrer fest. Natürlich funktioniere der Landrat anders, «doch ich würde sagen, es ist nicht so schlimm wie im Nationalrat.» Er sei nicht einer, der es toll findet, wenn es immer Blöcke gebe bei den Abstimmungen im Landrat.

Dafür, dass es auch anders funktionieren könne, hat er ein Beispiel. «Ich bin Bauchef in Stansstad und wir haben uns an die Umsetzung des damaligen neuen Baugesetzes gemacht.» Bald habe sich gezeigt, dass das so nicht funktioniere und der Erlass grundlegende Fehler enthalte. «Da haben sich Leute aus verschiedenen Parteien zusammengetan und sind zum neugewählten Baudirektor gegangen.»

Allianzen auch über Parteigrenzen hinweg möglich

Später sei eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden und das angepasste Baugesetz sei nun in der letzten Sitzung der vergangenen Legislatur am 13. Juni einstimmig verabschiedet worden. «Das hat mir schon gezeigt, dass es auch über die Parteigrenzen hinweg möglich ist, Allianzen zu schmieden, wenn es sachlich gerechtfertigt ist», betont er.

«Sicher auf für die Bisherigen neue Impulse»

Mit der neuen Legislatur komme nun auch neuer Wind in den Rat, ist Rohrer überzeugt. Ein Drittel der Mitglieder hört auf oder ist nicht mehr wiedergewählt worden. «Das gibt sicher auch für die Bisherigen neue Impulse», meint er. «Schade finde ich, dass die zwei jungen Landräte Dino Tsakmaklis und Stefan Hurschler nicht mehr dabei sind.» Um nachzuschieben: «Warum soll nicht auch einmal der oder die Jüngste etwas sagen dürfen zu Beginn der Legislatur? Man könnte ja zum Beispiel zwischen dem ältesten und dem jüngsten Ratsmitglied abwechseln.» Was er seinen Kolleginnen und Kollegen im Rat für die nächsten vier Jahre mit auf den Weg geben wird, dazu lässt sich Rohrer noch nicht zu tief in die Karten blicken. «Ich habe vor vier Jahren schon einiges angeschnitten. Vielleicht knüpfe ich dort an.»

Die Eröffnungssitzung findet am Mittwoch, 27. Juni, ab 14.30 Uhr statt. Hier finden Sie die Traktandenliste

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