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Der Emmetter Adrian Würsch holt alles aus dem Schwyzerörgeli

Das Schwyzerörgeli hat es Adrian Würsch angetan. Der Emmetter liebt es, damit auch Grenzen zu sprengen und sich auf neues Terrain zu begehen. Seine Begeisterung gibt er auch an Jüngere weiter.
Matthias Piazza

«Wenn ich eine Woche lang keine Musik machen kann, werde ich kribbelig», sagt Adrian Würsch beim Gespräch mit unserer Zeitung in seinem Krienser Probelokal. Hier ist seine Welt. Hier probt er auf seinem Schwyzerörgeli oder dem Klavier und komponiert seine Stücke, die er mit Band-Kollegen im Adrian-Würsch-Quartett oder im Trio Iheimisch aufführt. Groovig geht’s beim Nidwaldner Quartett Zuckdraht zu und her. Folk, Pop, Rock, Drum ’n’ Bass oder Reggae: Hier ist alles erlaubt, was mit Schwyzerörgeli, Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug möglich ist. Und das ist viel, ist der Emmetter überzeugt. «Mit dem Schwyzerörgeli kann ich superabgefahrenes Zeugs machen. Ich bin mein eigenes kleines Orchester, kann mit einem Instrument mehrstimmige Melodien und den Begleitakkord produzieren.»

Die Begeisterung für das Instrument kann er auch auf die Schüler übertragen. In Wolfenschiessen, Büren und Sursee unterrichtet er Schwyzerörgeli an der Musikschule, was einem Pensum von total 50 Prozent entspricht. «Das Interesse ist so gross, dass ich mein Pensum problemlos auch aufstocken könnte», erzählt der 27-Jährige, der im Januar sein Studium an der Hochschule Luzern – Musik mit dem Schwerpunkt Volksmusik abschloss und danach unter anderem beim Sinfonieorchester Göttingen D als Solist auftrat und auch beim Nordklangfestival in St. Gallen mitspielte. Am Dienstag geht’s auf eine einmonatige Konzerttour durch Japan.

Sein Teilzeitleben als freischaffender Musiker gefalle ihm, auch wenn er gemerkt habe, dass die Gefahr gross sei, sich zu verzetteln, wenn er in zu vielen Bands und Projekten mitwirke. «Für mich ist die Musik ein Lebenselixier, mit ihr kann ich Gefühle und Stimmungen ausdrücken, die mit Worten nicht möglich wären.»

In einem musikalischen Elternhaus aufgewachsen

Seine Liebe zur Musik, speziell zur Volksmusik, sei ihm in die Wiege gelegt worden. «Ich bin in einer musikalischen Familie aufgewachsen, mein Vater spielt in einem Schwyzerörgeli-Duo. An Weihnachten musizierte die ganze Familie», erzählt er. Der Vater habe ihn auf seinen ersten Gehversuchen auf dem Schwyzerörgeli begleitet. In der Primarschule kam er erstmals mit dem unkonventionellen Musikstil von Markus Flückiger (seinem späteren Dozenten an der Hochschule) in Kontakt und erfuhr durch ihn, was mit Volksmusik alles machbar ist. Er wurde sein Idol.

In der Schule hielt Adrian Würsch Vorträge über Flückigers Stilrichtung. Im Kollegi wirkte er in einer Pop-Rock-Band mit. Der Weg schien eingeschlagen, zumal sich der Berufswunsch Helipilot für den Brillenträger sehr schnell zerschlug.

Viele weitere Projekte sind am Entstehen

«Meine Eltern unterstützten mich immer in meinem Traum, Musiker zu werden, ermunterten mich aber auch, einen anderen Weg einzuschlagen, falls ich merken sollte, dass dies nicht das Richtige für mich ist», gibt er sich dankbar. Reich werde er mit seinem Leben als Musiker und Musiklehrer wohl nie, das strebe er auch nicht an. «Die Auftritte führen mich auch immer wieder zu interessanten Menschen und an Orte oder Länder wie Georgien, Japan, Moskau und Paris. Die Energie, die vom Publikum zurückkommt, ist unbezahlbar.»

Den eingeschlagenen Weg wolle er auch in den kommenden Jahren fortführen. Einen ersten Fixpunkt setzt er mit dem Neujahrskonzert am 1. Januar 2019 in der Zwischenbühne Horw als Solist und mit der Band Lectro. «Auch viele weitere Projekte sind am Entstehen», meint er.

Infos: www.adrianwuersch.com

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