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Gipfelstürmer mit Drohne: Nidwaldner führt auf die Spitzen seines Heimatkantons

Damian Donze macht mit seiner Drohne Panorama-Luftaufnahmen von seinem Heimatkanton. Dafür stieg er im vergangenen Sommer fast jedes Wochenende auf einen Berg. Mittlerweile greifen auch Tourismusvermarkter auf seine Bilder zurück.
Matthias Piazza
Aus den Bildern, welche die Drohne über der Klewenalp lieferte, stellte Damian Donze diese Panorama-Aufnahme zusammen. (Bild: PD)

Aus den Bildern, welche die Drohne über der Klewenalp lieferte, stellte Damian Donze diese Panorama-Aufnahme zusammen. (Bild: PD)

Berge, Täler, der Vierwaldstättersee: Damian Donze liebte schon immer seine Heimat mit ihrer abwechslungsreichen Landschaft. «Seit einem längeren Aufenthalt im chinesischen Schanghai, wo alles flach ist, schätze ich meinen Heimatkanton allerdings noch mehr», erzählt der 29-jährige Beckenrieder, der in seiner Freizeit gerne in den Bergen unterwegs ist. «Diesen wunderschönen Rundblick, den man von den Bergspitzen aus geniesst, müsste man doch fotografisch festhalten können», dachte Donze sich. Die Idee zu einer neuen Leidenschaft war geboren.

Seit dem letzten Sommer ist sein Rucksack bei seinen Bergwanderungen spürbar schwerer. Eine Drohne gehört seither während der Wandersaison zu seiner unverzichtbaren Ausrüstung. Auf dem Gipfel angekommen, entweder zu Fuss oder mit der Seilbahn, hebt sie ab und schiesst rund hundert Meter über dem Boden Fotos in alle Himmelsrichtungen. Gestartet hat er sein Hobby mit einer älteren Drohne, bei der er jeweils rund 30 Aufnahmen einzeln auslösen musste, um ein 360-Grad-Panorama zu erhalten. Mit der neu angeschafften Minidrohne passiert dies alles automatisch.

Das Ergebnis der ersten Saison darf sich sehen lassen: Von 51 Gipfeln und Tälern in Nidwalden und der nahen Umgebung sind schon 360-Grad-Aufnahmen entstanden. Wie ein Helikopterpilot kann man auf Donzes Webseite virtuell über Nidwalden fliegen. Symbole in Form von Fotokameras zeigen dem Betrachter den nächsten Aussichtspunkt. Alternativ lässt sich auch über eine Karte navigieren.

Noch fehlen ein paar Berge

Mit 51 Standorten und rund 1500 Einzelbildern ist das Werk wohl vollständig, sollte man meinen. «Nicht ganz», erwidert Damian Donze. «Mir fehlen noch der Brisen und der Oberbauen. Und auf das Stanserhorn muss ich auch nochmals, weil ich beim ersten Versuch die Fotos nicht gespeichert habe», gesteht er mit einem Lachen. Auch über dem Pilatus-Gipfel wolle er seine Drohne noch schweben lassen.

Eine Bewilligung für die Benutzung der Drohne über Menschen und Gebäude brauche es nicht. «Nötig ist eine Haftpflichtversicherung. Und es dürfen keine Personen erkennbar sein.»

Ums Geld geht es ihm nicht

Zeit und etwa 1000 Franken für eine Drohne sind nicht die einzigen Voraussetzungen für die speziellen Aufnahmen, für deren Entstehung er vor Ort nur etwa zehn Minuten und für die Verarbeitung im Büro rund eine halbe Stunde benötigt. «Es braucht dazu natürlich Kenntnisse in der Bildbearbeitung. Ich arbeite mit bis zu vier Programmen, um zu einem perfekten Ergebnis zu gelangen.» Das Know-how musste er sich nicht erst erarbeiten. Als ausgebildeter Architekt und Inhaber einer dreiköpfigen Firma, die auf Architekturvisualisierungen spezialisiert ist, sind solche Aufnahmen sein tägliches Brot. Ein zweites wirtschaftliches Standbein will er sich mit seinen Drohnenaufnahmen nicht aufbauen. «Ich will nichts verdienen, sondern den Leuten mit den Aufnahmen eine Freude machen.»

Damit ist er auf gutem Weg. Seine Luftaufnahmen hat die kantonale Vermarktungsorganisation Nidwalden Tourismus bereits auf ihrer Website übernommen. Damian Donze hofft, dass auch andere Tourismusanbieter wie Hotels und Restaurants nachziehen werden.

Hinweis: www.dvdarch.ch/360-nidwalden

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