Erneuter Betrug mittels «Enkeltrick»

In Stansstad ist am Freitag ein sogenannter Enkeltrickbetrug verübt worden, bei dem die bislang unbekannte Täterschaft 30'000 Franken erbeuten konnte.

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Per Telefon versuchen Betrüger Geld für vermeintliche Parkschäden einzutreiben. (Symbolbild Nadia Schärli / Neue LZ)

Per Telefon versuchen Betrüger Geld für vermeintliche Parkschäden einzutreiben. (Symbolbild Nadia Schärli / Neue LZ)

Wie die Nidwaldner Polizei in einer Mitteilung schreibt, meldete sich eine italienisch sprechende Frau telefonisch bei der Geschädigten und gab sich als Enkelin aus. Die "Enkelin" gab an, dass sie für einen Wohnungskauf dringend Geld benötige.

Da die Rentnerin tatsächlich eine Enkelin mit dem ihr genannten Vornamen hat, ging sie bei der Bank das Bargeld holen. Wenig später meldete sich die "Enkelin" wieder und gab an, dass ihre Anwältin das Geld bei ihr abholen kommen wird.

Bei der Geldübergabe habe die Geschädigte gleichzeitig mit ihrer "Enkelin" telefonieren können, woraus zu schliessen sei, dass es sich um mindestens zwei Täterinnen handelt, so die Polizei.

Signalement und Warnung
Die Geschädigte konnte folgende Angaben der "Anwältin" machen: weiblich, ca. 50-jährig, 160 - 165 cm gross, festere Statur, blonde schulterlange lockige Haare, Europäerin, rundliches Gesicht, Kopfbedeckung, beiger knielanger Mantel, beige/roter Schal, sprach Mundart.

In diesem Zusammenhang warnt die Nidwaldner Kantonspolizei vor so genannten Enkeltrickbetrügern, die nach oben beschriebener Masche vorgehen. Personen, welche Anrufe von angeblichen Verwandten oder Bekannten erhalten, die unter suspekten Umständen hohe Geldbeträge verlangen, werden gebeten, sich umgehend mit der nächsten Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

kst