Es kommt Goldgräberstimmung auf

Nicht nur die «offiziellen» Nummern am Umzug sorgen für eine bunte Stanser Fasnacht, sondern auch einzelne Gruppen. Wie etwa die Goldgräber.

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Beat Zumbühl und Petra Spichtig stärken sich bei den Goldgräbern Martin Zumbühl und André Imboden (von links). (Bild: Geri Wyss / Neue NZ)

Beat Zumbühl und Petra Spichtig stärken sich bei den Goldgräbern Martin Zumbühl und André Imboden (von links). (Bild: Geri Wyss / Neue NZ)

Schon vor dem Fasnachtsumzug vom Schmutzigen Donnerstag ist ganz Stans im Narrenfieber. Diesen Eindruck erhält man zumindest bei einem Augenschein auf dem Stanser Dorfplatz. Dieser ist an diesem Nachmittag eine einzige Festhütte. Fasnächtler, in bunten und originellen Kostümen, wohin das Auge reicht.

Mittlerweile 17 Jahre

Weiter oben erblickt man einen nachgebildeten Eingang in einen Goldgräbertunnel – überschrieben mit «Goldruisch». Das Portal wird rege frequentiert. Kein Wunder, denn an der Pforte wird allerhand Tranksame ausgeschenkt. Seit mittlerweile 17 Jahren wartet eine Gruppe von zehn Fasnachtsbegeisterten Jahr für Jahr mit originellen Sujets auf. «Goldgräber und Wirtschaftskrise – das passt doch gut zusammen», antwortet Martin Zumbühl auf die Frage, warum sie sich gerade für dieses Sujet entschieden hätten.

Stanser Fasnacht beleben

«Unser Ziel ist es, die Fasnacht in Stans zu beleben», erklärt er. Seit Anfang Jahr haben sie Samstag für Samstag an ihrem Fasnachtsstand gewerkelt, gezimmert und gekleistert. «Das ist es schliesslich, was die Stanser Fasnacht für uns ausmacht: viele originelle Sujets und Umzugsgruppen.» Darum gefalle es ihnen auch in Stans, auch Luzern könne sie nicht weglocken. Nebst dem Schmutzigen Donnerstag seien sie auf jeden Fall auch am Montag in Stans anzutreffen. An den restlichen Fasnachtstagen ziehe es sie dorthin, wo auch sonst noch etwas laufe. Nach 17 Jahren ist das fröhliche Grüppchen offenbar schon zu einer festen Institution an der Stanser Fasnacht geworden.

Wiedererkennungswert

«Wir geniessen schon einen grossen Wiedererkennungswert, werden immer wieder auf Sujets vom Vorjahr angesprochen», erzählt Martin Zumbühl stolz. Und diese Institution bleibt den Stansern offenbar auch noch ein paar Jährchen erhalten. Auch wenn die Jüngsten unter ihnen mittlerweile 30 sind, seien noch keine Auflösungstendenzen zu spüren.

Matthias Piazza