Es war alles so schön geplant für den Nidwaldner Jubilar

Liliane Bruggmann aus Stans kann ihren Vater zum 90. Geburtstag nicht besuchen.

Florian Pfister
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Josef Röthlin.

Josef Röthlin.

Bild: PD

Das Fest hätte heute stattfinden sollen. Mit seiner Frau, seinen Kindern, deren Partnern und seinen Enkelkindern hätte Josef Röthlin seinen 90. Geburtstag ausgiebig gefeiert. Doch das Coronavirus kam dazwischen. An ein Fest ist nicht mehr zu denken.

«Ich bin schon ein wenig traurig», bedauert Tochter Liliane Bruggmann aus Stans. «Es ist schade; ich hätte nie gedacht, dass so etwas passiert», sagt die 65-Jährige. Das Fest hatte sie bereits organisiert, samt einem Partyservice und einem Drehorgelspieler. Zudem hatten Liliane Bruggmann und ihre Schwester zusammen mit ihren Eltern eine Rheinkreuzfahrt gebucht. «Diese mussten wir leider auch absagen», sagt Liliane Bruggmann.

Josef Röthlin verbringt seinen Geburtstag nun einzig mit seiner Frau Heidi zu Hause, in einer Alterswohnung in Stansstad. «Er war früher Lokomotivführer und wohnt direkt neben dem Bahnhof Stansstad und beobachtet aufmerksam und gerne den Bahnverkehr», erklärt Liliane Bruggmann. Damit ihr Vater aber an seinem 90. Geburtstag doch noch etwas von seinen Kindern hat, schenkt ihm Liliane Bruggmann ein Puzzle, auf dem all seine fünf Kinder zu sehen sind.

Das Fest und die Rheinkreuzfahrt holt die Familie nach, wenn die Coronakrise vorbei ist. «Aufgeschoben ist nicht aufgehoben», sagt Bruggmann und sendet Geburtstagswünsche an ihren Vater: «Lieber Papi, zu deinem 90. Geburtstag gratulieren wir dir ganz herzlich und hoffen, dass wir bald zusammen feiern können. Bleib gesund! Ich habe dich lieb.» Das Redaktionsteam schliesst sich der Gratulation an.