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EUROPAMEISTERSCHAFT: Hiobsbotschaft für Nidwaldner Schützin

Wegen eines Meldefehlers kann die Nidwaldner 300-Meter-Schützin Marina Schnider in Baku nicht antreten. Ob die 300-Meter-Disziplinen überhaupt durchgeführt werden können, ist allerdings noch unklar.
Die Nidwaldnerin Marina Schnider. (Bild: PD)

Die Nidwaldnerin Marina Schnider. (Bild: PD)

Die Reglemente des Internationalen Schiesssportverbands sind kompliziert. Das gilt auch für die Anmeldemodalitäten für Wettkämpfe. Dies wurde dem Schweizer Team nun zum Verhängnis. Aufgrund eines Fehlers des Schweizer Schiesssportverbands steht die Nidwaldner 300-m-Schützin und Medaillenhoffnung Marina Schnider nicht auf der Meldeliste für die Europameisterschaften in Baku (Aserbaidschan). Wie der Schweizer Schiesssportverband am Dienstag mitteilte, hätte er bis am 21. Juni, noch vor Beendigung der Selektionswettkämpfe in den nicht-olympischen Disziplinen, die Athletinnen und Athleten melden müssen. Danach waren bis am 17. Juli Korrekturen möglich. Bei diesem Vorgang sei der Fehler passiert: Schnider wurde nicht korrekt erfasst und ist deshalb offiziell nicht startberechtigt. «Ich bin masslos enttäuscht, zumal ich die ganze Saisonplanung auf die Europameisterschaft ausgerichtet habe», sagt Schnider auf Anfrage. Auch wenn sie nicht anders kann, als die Hiobsbotschaft zu akzeptieren, nagt der Vorfall immer noch an ihr. «Eigentlich habe ich keine Worte für das Versäumnis des Verbandes.» Sie hoffe, dass die Verantwortlichen die Lehren aus diesem Vorfall ziehen. Sie werde nun nicht nach Baku zum Team reisen und dafür mehr Ferien machen – auch um «den Kopf durchzulüften», wie sie sagt.

Die Teamleaderin der 300-m-Gewehrschützinnen stünde erst ab Samstag im Einsatz. Doch Nachmeldungen sind keine möglich – auch im Verletzungsfall nicht. Man habe alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Schniders Start noch zu ermöglichen, schreibt der Verband. «Auch ein formaler Protest wurde in Erwägung gezogen. In mehreren vergleichbaren Fällen waren diese aber allesamt chancenlos.»

Die Zielscheiben sind gar nicht zu sehen

Gänzlich auf den Startplatz verzichten muss die Schweiz aber nicht. Auf der Meldeliste vom 21. Juni ist nämlich Myriam Brühwiler (27) aufgeführt. Die St. Gallerin hatte die Selektion für die EM knapp verpasst, kann nun aber als Ersatz aufgeboten werden, um das 300-m-Team der Frauen mit Silvia Guignard und Andrea Brühlmann zu komplettieren. «Der Schweizer Schiesssportverband bedauert, dass es zu diesem Fehler gekommen ist, und entschuldigt sich bei Marina Schnider, die ihrer Medaillenchancen beraubt worden ist», heisst es in der Mitteilung.

Die 300-m-Schützinnen und -Schützen werden heute nach Baku reisen. Es ist gemäss Verband aber durchaus möglich, dass die Reise vergebens angetreten wird. Denn die Durchführung der 300-m-Wettkämpfe ist noch nicht gesichert. Die dreijährige Anlage wurde noch nie benutzt und auch nie vom Internationalen Schiesssportverband abgenommen und bewilligt. Bei einem ersten Test während der laufenden Europameisterschaft stellten Vertreter mehrerer Nationen – darunter auch Schweizer – fest, dass in der Liegend-Stellung die Zielscheiben gar nicht zu sehen sind. Die 50-m-Scheiben und deren Fundament versperren den Blick. Die Veranstalter unternehmen laut Verband derzeit alles, um die Anlage noch wettkampftauglich zu machen. Viel Zeit bleibt allerdings nicht: Übermorgen beginnen die 300-m-Trainings. (red)

EM in Baku

Baku (AZE). Europameisterschaften. Männer. Schnellfeuerpistole 25 m: 1. Suchanow (RUS) 33 Punkte. 2. Olesk (EST) 30. 3. Reitz (GER) 24. Ferner (nicht im Final der besten 6): 17. Lötscher (SUI) 572.

Frauen. Trap: 1. Perilli (SMR) 37 (Shoot-off: 4). 2. Rabaja (RUS) 37 (3). 3. Mäkelä-Nummela (FIN) 28. – Ohne Schweizer Beteiligung.

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