EWN hat weniger Strom verkauft

Das Kantonale Elektrizitätswerk Nidwalden schliesst das Geschäftsjahr 2011 mit einem Unternehmensergebnis von 10,738 Millionen Franken ab – das sind 12% mehr als im Vorjahr.

Drucken
Teilen
Der Verkauf von Strom des EWN hat um 3% abgenommen. (Symbolbild / Neue ZZ)

Der Verkauf von Strom des EWN hat um 3% abgenommen. (Symbolbild / Neue ZZ)

Trotz 4,9% weniger Energieabsatz im 74. Geschäftsjahr hat das Elektizitätswerks Nidwalden (EWN) das Unternehmensergebnis um etwas mehr als eine Million Franken gesteigert. Dies sei vor allem auf die Optimierung der Energieeinkäufe zurück zu führen.

41,3% Strom aus Nidwaldner Wasserkraftwerken

Die Produktionsleistung der Nidwaldner Wasserkraftwerke verminderte sich im Jahr 2011 um 11,5% auf 119 GWh. Die verminderte Produktion sei auf das Ausbleiben von Niederschlägen zurück zu führen. Mit der Energieproduktion durch Wasserkraft konnten 33,2% des Nidwaldner Energieverbrauchs an Elektrizität gedeckt werden. 58% der im Jahr 2011 im Absatzgebiet des EWN verkauften Energie stammten aus Kernkraftwerken. In den Wintermonaten betrug der Kernenergieanteil 80%, respektive 45% in den Sommermonaten. Aus einheimischen Wasserkraftwerken konnte ein Energieanteil von 41,3% produziert werden.

Der Verkauf elektrischer Energie im Absatzgebiet nahm im Vergleich zum Vorjahr um 7,74 Millionen kWh (3,06%) auf 243,260 kWh ab. Hierbei bilden den grössten Anteil der Detailkunden mit 43,4% die Haushalte. Dienstleistungen (31,5%) und Industrie (15%) sind auf Platz zwei und drei vertreten.

Die Jahresrechnung 2011 ist mit einer Gesamtleistung von 47,754 Millionen Franken um 1,71 Millionen Franken höher als im Vorjahr. Der Aufwand für die Strombeschaffung und der Swissgrid sowie der Abgaben und Netznutzungskosten, die von den Netzbetreibern vorgelagert wurden, nahm um 0,607 Millionen Franken, also 3,3% zu.

Auch im Jahr 2012 unterstützt das EWN erneut drei Förderprogramme: Die Errichtung von Solarboilern, den Ersatz von Elektrozentralspeichern durch Wärmepumpen und das Umsetzen des KMU-Modells der Energie-Agentur der Wirtschaft von KMUs.

pd/chg