EWN: Höherer Strompreis stösst Bauern sauer auf

Die Bauern wollen die hohen Strompreise nicht einfach schlucken. Sie könnten solche Kosten nicht wie andere durch mehr Löhne auffangen.

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Hanspeter Niederberger, Präsident des Nidwaldner Bauernverbands. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Hanspeter Niederberger, Präsident des Nidwaldner Bauernverbands. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

«Die markante Erhöhung des Strompreises ist für den Bauern belastend», sagt Hanspeter Niederberger, Präsident des Nidwaldner Bauernverbandes. Damit reagiert er auf die am 1. September beschlossene Erhöhung der Strompreise. Unter dem Strich heisst das: Während die Haushalte ab 1. Januar 2009 einen Preisaufschlag von 9 Prozent und die Gewerbler einen von 15 Prozent hinnehmen müssen, wird das EWN den Bauern eine um durchschnittlich 36 Prozent höhere Rechnung schicken.

Das EWN macht dies nicht aus freien Stücken, sondern hält sich an die Vorgaben des neuen Bundesgesetzes über die Marktöffnung des Stromgeschäfts. «Die bisher für Landwirtschaft, Gewerbe und Haushalte unterschiedlichen Tarife müssen angepasst werden», erklärt EWN-Direktor Christian Bircher. Das neue Gesetz verbiete Quersubvention und Diskriminierung und fordere gleiche Marktpreise. Die jetzt noch gültige Rechnungsstellung jedoch sei durch «Sondertarife» für Landwirtschaft und Gewerbe geprägt, die einst im Landrat ausgehandelt worden wären.

Widerstand bei den Bauern
Trotzdem: So einfach schlucken will Hanspeter Niederberger, Präsident des Nidwaldner Bauernverbands, den massiven Preisaufschlag nicht. Ärgerlich findet er auch, dass diese Änderung zuvor mit keinem Wort angekündigt worden sei. Ebenso ist ihm der politische Hintergrund des bisherigen Sondertarifs nicht bekannt.

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.