EWN wird nicht mit Beteiligungsverbot belegt

Der Landrat Nidwalden will dem Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) nicht verbieten, sich an Kernkrafterken zu beteiligen. Ein solches Verbot sei unnötig und mache keinen Sinn.

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Atomkraftwerk Leibstadt. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Atomkraftwerk Leibstadt. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Das Parlament lehnte mit seinem Entscheid gegen das Beieiligungsverbot eine Motion von Rochus Odermatt (SP) deutlich ab. Odermatt sagte, der Bund habe den mittelfristigen Atomausstieg beschlossen. Er fordere deshalb, dass das EWN sich nicht mehr direkt oder indirekt an AKW beteiligen dürfe. Zur Zeit hält das EWN Beteiligungen an den Kernkraftwerken Gösgen und Leibstadt. Für diese seien Übergangslösungen zu treffen, sagte Odermatt.

Odermatt war sich bewusst, dass es in der Schweiz wohl keine neuen AKW geben dürfte, an denen sich das EWN beteiligen könnte. Es gelte aber zu verhindern, dass sich das EWN an ausländischen Kernkraftwerken beteilige.

Martin Zimmermann (SVP) als Sprecher der vorberatenden Kommission sagte, die volkswirtschaftliche Gefahr bei einem totalen Atomausstieg sowie einer Stromknappheit im Winter dürfe nicht unterschätzt werden. Zudem könnte es sein, dass die AKW-Technik sich weiter entwickle.

Nach kurzer Debatte lehnte der Rat die Motion deutlich ab.

sda