Fahrplanstreit endet vor Gericht

Ab 2014 sollen die Zentralbahn-Züge nicht mehr in Hergiswil Matt halten. Die Nidwaldner Regierung wehrt sich vor dem Bundesverwaltungsgericht.

Drucken
Teilen
Renato Fasciati, Geschäftsführer der Zentralbahn: im Fahrplan 2014 das Optimum herausgeholt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Renato Fasciati, Geschäftsführer der Zentralbahn: im Fahrplan 2014 das Optimum herausgeholt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Ein neuer Fahrplan sorgt zwischen dem Kanton Nidwalden und den Kantonen Obwalden und Luzern für einen Zwist. Der Grund: Die Zentralbahn hat auf den Fahrplanwechsel 2014 zwei Varianten präsentiert. Die erste sieht die Einführung eines Viertelstundentakts zwischen Hergiswil und Luzern vor; dafür wird die Haltestelle Hergiswil Matt gestrichen. Die zweite Variante würde rund die Hälfte der Halte in Matt ermöglichen; dafür werden die Anschlüsse für die Interregio-Züge in Luzern verschlechtert. Das Bundesamt für Verkehr hat sich für die erste Variante entschieden - und damit gegen den Wunsch von Nidwalden. Die Nidwaldner Regierung zieht den Entscheid deshalb vor das Bundesverwaltungsgericht.

Regierung hofft auf «andere Optik»

Der Nidwaldner Regierungsrat und Baudirektor Hans Wicki erklären: «Wir erhoffen uns durch das Bundesverwaltungsgericht eine andere Optik als von den ÖV-Experten des Bundesamts. Schliesslich ist die regionale Erschliessung auch mit der S-Bahn essenziell - zumal die Infrastruktur schon vorhanden ist.»

Der Vorschlag des Bundesamts für Verkehr, einen Bus als Ersatz einzusetzen, stösst bei Wicki auf kein Verständnis: «Abgesehen davon, dass nicht klar ist, wer für die Kosten aufkommen soll, macht es doch keinen Sinn, einen Bus einzusetzen, der einer vorhandenen (Bahn-) Infrastruktur entlangfährt.» Für Nidwalden habe das regionale Bedürfnis Vorrang. Und dazu zähle eine S-Bahn, die in Hergiswil Matt hält.

Alexander von Däniken

Das Interview mit ZB-Geschäftsführer Renato Fasciati lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung und als Abonnent kostenlos im E-Paper.

«Roll-In» der neuen Zentralbahn-Züge

Am Samstag, 22. September, besteht die Möglichkeit, die neuen Züge der Zentralbahn (ZB) - den dreiteiligen «Fink» und den siebenteiligen «Adler» - zu entdecken und zu erleben. Ab 9.30 Uhr kann der «Adler» auf dem Bahnhof Meiringen besichtigt werden. Ab 10.15 Uhr finden Publikumsfahrten mit einem «Fink» auf den Brünig statt. Um 10.45 Uhr wird der «Adler» getauft, anschliessend lädt die ZB zu einem Volksapéro ein. In Luzern (Gleis 14/15) fährt der Extrazug mit geladenen Gästen um 14.35 Uhr ein. Es folgen ein Festakt und um 15.45 Uhr ein Volks-Zvieri.

Der neue «Fink» fährt in die Halle bei Stadler Rail ein, anlässlich des Roll-Out der ersten von zehn neuen Zügen. (Bild: Keystone / Ennio Leanza)
11 Bilder
Blick in den «Fink» (Bild: Keystone / Ennio Leanza)
Infotainment wird auch beim «Fink» gross geschrieben. (Bild: Keystone / Ennio Leanza)
Infotainment wird auch beim «Fink» gross geschrieben. (Bild: Keystone / Ennio Leanza)
Der neue «Fink» fährt in die Halle bei Stadler Rail ein, anlässlich des Roll-Out der ersten von zehn neuen Zügen. (Bild: Keystone / Ennio Leanza)
Gerhard Odermatt, Verwaltungsrat der Zentralbahn spricht mit Niklaus Bleiker, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Obwalden und dem Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki (von links). (Bild: Keystone / Ennio Leanza)
Peter Spuhler Inhaber und CEO der Stadler Rail Groupe, posiert mit Anna-Barbara Remond, Verwaltungsratspräsidentin der Zentralbahn, und dem ZB-Geschäftsführer Renato Fasciati. (Bild: Keystone / Ennio Leanza)
Renato Fasciati, Geschäftsführer der Zentralbahn, spricht anlässlich des Roll-Outs. (Bild: Keystone / Ennio Leanza)
Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail Group, spricht anlässlich des Roll-Out. (Bild: Keystone / Ennio Leanza)
Der neue Zug in seiner vollen Länge. (Bild: PD)
Letzte Arbeiten vor dem grossen Roll-Out. (Bild: PD)

Der neue «Fink» fährt in die Halle bei Stadler Rail ein, anlässlich des Roll-Out der ersten von zehn neuen Zügen. (Bild: Keystone / Ennio Leanza)