FALSCHER ALARM: Versicherung erschreckt Hausbesitzer

Die Sachversicherung von Nidwalden alarmierte per SMS: Der Vierwaldstättersee habe Hochwasser. Die Entwarnung kam erst dreizehn Stunden später.

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«Na und, wo bleibt das Hochwasser? Ich brauch es dringend... sofort!» (Karikatur Jals/Neue LZ)

«Na und, wo bleibt das Hochwasser? Ich brauch es dringend... sofort!» (Karikatur Jals/Neue LZ)

«Seehochwasser: Pegel aktuell 434.20. Dieser wird weiterhin ansteigen. Bitte treffen Sie die notwendigen Massnahmen und informieren Sie sich auf www.nsv.ch.»; Mit dieser Meldung überraschte die Nidwaldner Sachversicherung (kantonale Gebäudeversicherung) die 700 Abonnenten ihres Gratis-SMS-Dienstes am Mittwoch um 21.38 Uhr. 434.20 Meter, das wären 5 Zentimeter unter dem Alarmwert.

Auf der Website der Versicherung suchte man vergebens nach Informationen, und Entwarnung gabs – ebenfalls per SMS – erst gestern Vormittag um 10.40 Uhr: «Geehrter Kunde, Aufgr. eines tech. Problemes erhielten Sie falsche Hochwasserwarnungen. Wir bitten um Entschuldigung und wünschen weiterhin sonnige Wintertage.»

Mit Schwimmweste geschlafen
Inzwischen hatten wohl die meisten gemerkt, dass es kein Ernstfall ist. Der Seepegel liegt seit Ende Januar zirka 70 Zentimeter tiefer als gemeldet. Es gab vereinzelte verunsicherte Anrufer, sagte am Donnerstag Feuerwehrinspektor Toni Käslin, vor allem am Morgen auf die Nummer der Sachversicherung. Doch viele Leute hätten es mit Humor genommenerzählt Käslin: «Wir bekamen Mails, in denen Leute berichteten, sie hätten in der Schwimmweste übernachtet, ihre Stiefel mal ins Schlafzimmer genommen oder das Katzenfutter im zweiten Stock in Sicherheit gebracht.» Offenbar sei es für die meisten nachvollziehbar gewesen, dass die Meldung nicht stimmte.

Markus von Rotz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.