FAMILIE: Regierung will Familienzulagen erhöhen

Die Familienzulagen sollen im Kanton Nidwalden höher sein als vom Bund vorgeschrieben. Der Regierungsrat beantragt dem Landrat eine Kinderzulage von 240 Franken und eine Ausbildungszulage von 270 Franken.

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Antonia Heimler aus Stans mit ihren Kindern Kira, links, und Noa. Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ (Archiv)

Antonia Heimler aus Stans mit ihren Kindern Kira, links, und Noa. Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ (Archiv)

Das vom Bundesgesetz per 2009 vorgesehene Minimum liegt bei 200 Franken respektive 250 Franken. Zur Zeit betragen die Nidwaldner Zulagen 220 Franken und 250 Franken. Zudem möchte der Regierungsrat eine Geburtenzulage einführen.

Der Regierungsrat schreibt in seinem am Dienstag veröffentlichten Antrag an das Parlament, die Familienzulagen seien ein wichtiger Bestandteil der Familienpolitik. Er kündigt an, dass trotz der Zulagenerhöhung der Beitragssatz gesenkt werden könne.

Die vorberatende Kommission für Finanzen, Steuern, Gesundheit und Soziales unterstützt mehrheitlich die Zulagenerhöhung. Das Bundesgesetz sehe nur eine Vereinheitlichung der Zulagensysteme, nicht aber der Zulagenhöhe vor. Zudem würden die Familienzulagen den Druck auf die Löhne mildern, schreibt sie in ihrem Bericht.

Höhere Steuersabzüge
Eine Minderheit der Kommission macht sich indes dafür stark, die Zulagen nicht zu erhöhen. Familien würden besser über höhere Steuerabzüge gefördert.

Abgelehnt wird von der Kommissionsmehrheit die vom Regierungsrat vorgeschlagene Geburtenzulage. Die Geburtenzulage soll fünf monatliche Kinderzulagen gemäss Bundesgesetz betragen (also 1000 Franken). Eine Adoptivzulage ist nicht vorgesehen.

sda