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FASNACHT: Hans II. schwingt das Zepter der Zunft Ennetbürgen

Hans Meier wird neuer Herrscher der Zunft Ennetbürgen. Er löst Adolf I. ab. Die nächste Fasnacht verspricht rockig zu werden.
Richard Greuter
Hat gut lachen: Hans Meier (rechts) ist der neue Ennetbürger Zunftmeister. Links Tochter Janice, Ehefrau Eva und im Hintergrund Präsident Franz Gabriel. Bild: Richard Greuter (Ennetbürgen, 20. November 2016)

Hat gut lachen: Hans Meier (rechts) ist der neue Ennetbürger Zunftmeister. Links Tochter Janice, Ehefrau Eva und im Hintergrund Präsident Franz Gabriel. Bild: Richard Greuter (Ennetbürgen, 20. November 2016)

«Ich han ä huerä Freyd!» Dies sagte Hans Meier alias Hans II., nachdem er an der Generalversammlung der Zunft Ennetbürgen als neuer Zunftmeister vorgestellt worden war. Die Ennetbürger Zünftler und die zahlreichen Gäste hiessen ihren neuen Herrscher mit einem grossen Applaus willkommen. Als Motto wählte Hans II.: «Ei Wehli i dä Rockerhehli.» Die Ennetbürger können sich auf eine rockige Fasnacht gefasst machen.

Die Vorstellung des neuen Zunftmeisters verlief wie bei den meisten Zünften: geheimnisumwittert. Noch bevor die Schwerpunkte aus dem Leben des zukünftigen Herrschers in einem Kurzfilm gezeigt wurden, meldete sich der bisherige Zunftmeister Adolf I. zu Wort. «Ja, das Herz schmerzt schon langsam», klagte er. Berichtete dann aber, dass es «uwadlig» sei, wie schnell die zwei Jahre vergangen seien. Er sei auf einer grossartigen Fasnachtswelle geritten und vom Ennetbürger- und Buochservolk, aber auch von den befreundeten Zünften und Guuggen getragen worden. Dabei meinte Adolf I. am Schluss seiner Ausführungen: «Ich gönne dem neuen Zunftmeister, das zu erleben, was auch ich erlebt habe.»

Erster Nidwaldner Nachtumzug

Damit war allerdings immer noch nicht klar, wer sein Nachfolger sein könnte. Auch Filmsequenzen über Musik, Sport, Natur und Geselligkeit verrieten nichts Aufschlussreiches. Bis dann Adolf I. das Geheimnis lüftete und den 52-jährigen Hans Meier vorstellte, der mit Ehefrau Eva und Tochter Janice die Bühne betrat. Es fehlte nur Sohn Ronny, der sich etwas verspätete.

Ein Termin, den sich der zukünftige Zunftmeister wohl schon länger in seiner Agenda angestrichen hat, ist der grosse Fasnachtsumzug, der alle zwei Jahre stattfindet. Allerdings findet der Umzug erstmals nicht wie gewohnt am Sonntagnachmittag, sondern am Freitagabend nach dem Schmutzigen Donnerstag statt.

Präsident Franz Gabriel begründete das Experiment mit sinkenden Besucherzahlen beim anschliessenden Fasnachtsfest am Sonntagabend. «Früher war das Fest ein grosser Renner. Da kam niemandem in den Sinn, am Montag zu arbeiten», informierte Gabriel. Dies habe sich geändert. «Zudem», so Gabriel weiter, «ist es immer schwieriger, genügend Helfer zu finden.» Er rechne damit, dass die Leute nach dem Abendumzug eher länger bleiben.

Zwei neue Ehrenmitglieder

Anlässlich ihres 70-Jahr-Jubiläums gönnte sich die Zunft Ennetbürgen im vergangenen Jahr eine neue Fahne mit dem aktuellen Logo. Mit Standing Ovations wählten die Zünftler Fahnengotte Käthi Gabriel und Fahnengötti Alois Gasser zu Ehrenmitgliedern. Gasser war als ehemaliger Zunftmeister bereits Ehrenmitglied und erhielt darum ein Präsent. Kassier Reto Häberli präsentierte eine Rechnung mit einem Überschuss von gut 3300 Franken. Der Vorstand blieb unverändert.

Richard Greuter

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