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FASNACHT: In Kehrsiten kamen alle Dorfsünden ans Tageslicht

Es gibt Untaten, die bleiben zeitlebens unter dem Deckel. Nicht so in Kehrsiten: Hier kamen am Samstag alle Dorfsünden ans Tageslicht.
Chriesivater Beat Meyer und Kulturminister Sepp Mathis entzünden den Chriesiwurm. (Bild: Roland Hügi (Kehrsiten, 27. Januar 2018))

Chriesivater Beat Meyer und Kulturminister Sepp Mathis entzünden den Chriesiwurm. (Bild: Roland Hügi (Kehrsiten, 27. Januar 2018))

Wenn die Kehrsiter Chriesizunft alle zwei Jahre aus Anlass der Fasnachtseröffnung zur «Chriesi- chlag» lädt, bekommen alle ihr Fett weg. Sämtliche befreundeten Nidwaldner Zünfte und zahlreiche Einheimische fanden sich denn auch mit Spannung im Garten des Restaurant Mathisli ein, um zu erfahren, welche Sünden in den vergangenen 24 Monaten begangen wurden, welche Missgeschicke vorgefallen und welche tierischen Misstritte zu verzeichnen waren.

Letzterem machte sich zum Beispiel die Katze eines in Kehrsiten bekannten Gemeinderates schuldig. Das Tierchen wähnte sich in freier Wildbahn und fand im Hühnerhof des benachbarten Biobauern ein geradezu paradiesisches Betätigungsfeld. Sehr zum Leidwesen der dort lebenden Hühner, die nicht alle die gelegentlichen Ausflüge des Gemeinderatskaters überlebten.

Zunftobere nicht verschont

Aber auch die Kehrsiter Zunftoberen wurden an der Chriesi­chlag nicht verschont. Allen voran die amtierende Chriesimutter Christa Meyer. Genüsslich und voller Schalk gab ihr der Kehrsiter Kulturminister Sepp Mathis, der zusammen mit dem ehemaligen Zunftpräsidenten Thomas Christen die Chriesichlag verlas, einen wichtigen Kochtipp: «Willst du deine Zähne schonen und den Gästen eine Freude machen, so schmore bei deiner nächsten Einladung die Kalbshaxen bei 180 Grad und nicht bloss bei 80.»

Und Sepp Mathis selber? Wie an der Chriesichlag zu vernehmen war, gehört er zwar zu den schlafresistentesten und trinkfestesten Kehrsitern. Dass das aber nicht immer gut ausgeht, zeigte sich nach der letzten Chriesichlag vor zwei Jahren. Damals kippte er beim morgendlichen Melken im Stall vom Melksessel – mit schmerzhaften Folgen für sein Steissbein. Um solches künftig vermeiden zu können, erhielt er deshalb einen kippfesten Melkstuhl. Ob er diesen bereits hat verwenden können, ist zumindest wahrscheinlich. Denn nach der diesjährigen Chriesichlag und dem Verbrennen des Chriesiwurms, in dessen Rachen die vorgelesenen Sünden gestopft wurden, ging es feuchtfröhlich weiter: Im Restaurant Mathisli fand unter dem Motto Schneewittchen und die sieben Zwerge die Beizenfasnacht statt. Und wer je einmal einen Kehrsiter Fasnachtsanlass erlebt hat, weiss: Diese können sehr lange dauern.

Roland Hügi

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

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