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FDP Nidwalden bekennt sich zu 5G

An ihrem Parteitag befassten sich die Freisinnigen des Kantons Nidwalden mit dem neuen Mobilfunkstandard. Kritiker waren keine vor Ort.
Kurt Liembd

Nidwalden Angesichts der zwei hochkarätigen Referenten war es schade, dass nur 60 Personen am FDP-Parteitag teilnahmen, der am Donnerstag im «Engel» Stans stattfand. Auf Initiative von Ständerat Hans Wicki referierten Willy Koch, Delegierter Public Affairs bei der Swisscom, und Gregor Dürrenberger, Leiter der Forschungsstiftung Strom und Mobilkommunikation an der ETH Zürich. Beide erwiesen sich als klare Befürworter der neuen Technologie und rannten damit bei der Wirtschaftspartei offene Türen ein.

«Der Datenverkehr verdoppelt sich jährlich», so Koch. Der Mobilfunkstandard 5G sei deshalb vonnöten und biete Chancen für die Wirtschaft. Der Anwendungsbereich von 5G sei äusserst vielseitig, nicht nur in der Industrie, sondern auch in den Bereichen Infrastruktur, Mobilität, Gesundheit, Medien und Agrarwesen. Dabei äusserte er auch Kritik an der Politik. «Das volle Potenzial von 5G ist heute leider nicht nutzbar, denn die Grenzwerte in der Schweiz sind viel strenger als die Vorgaben der WHO.» Für Mobilfunkantennen seien sie rund zehnmal restriktiver als in den umliegenden Ländern.

Forscher: Handy strahlt stärker als Antenne

Auf die gesundheitlichen Aspekte von 5G ging der ETH-Forscher Gregor Dürrenberger ein. «Es ist die Aufgabe der Wissenschaft, Scheinzusammenhänge kritisch zu entlarven», sagte er. Damit meinte er die Elektrosensibilität und sagte, dass es gemäss Studien keinen Zusammenhang zwischen Strahlung und Symptomen gebe. Jedoch gebe es viele Scheinkorrelationen ohne jegliche Kausalität – zum Beispiel die Zunahme von Hirntumoren. Dabei machte er eine bemerkenswerte Aussage: «Wer ein Mobiltelefon gebraucht, ist einer viel stärkeren Strahlung ausgesetzt als jener, die von Mobilfunkantennen ausgeht.»

Bei den statutarischen Geschäften erwähnte Präsident Stefan Bosshard im Jahresbericht als Höhepunkt die Kandidatur von Hans Wicki als Bundesrat. Gleichzeitig erfuhr der Ständerat von seiner Partei rundum Glückwünsche zu seiner Wiederwahl. Wicki nahm die Glückwünsche gerne entgegen, sagte aber auch, dass er infolge stiller Wahl viele Plattformen verloren habe, sich zu präsentieren.

Nach zehn Jahren trat Vorstandsmitglied Marcel Käslin aus persönlichen und zeitlichen Gründen zurück. Er wird einem späteren Zeitpunkt ersetzt. Fraktionspräsident Philippe Banz erwähnte in seinem ersten Jahresbericht, dass er die Zusammenarbeit unter den bürgerlichen Parteien fördern und Streitereien vermeiden wolle. Landrätin Beatrice Richard würdigte die Verdienste von Obergerichtspräsident Albert Müller, der Ende Juni in Pension ging.

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