Feldmusik Beckenried konzertiert von Balkonen

Das Jahreskonzert fällt aus. Die Musiker haben sich für den kommenden Samstag etwas einfallen lassen.

Martin Uebelhart
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Die Feldmusik Beckenried muss auf ihr Jahreskonzert verzichten. Im Bild der Auftritt im Jahr 2018.

Die Feldmusik Beckenried muss auf ihr Jahreskonzert verzichten. Im Bild der Auftritt im Jahr 2018.

Bild: Kurt Liembd (Beckenried, 26. Mai 2018)

Die Mitglieder der Feldmusik wollen sich das Musizieren auch in Zeiten des Corona-Lockdowns nicht nehmen lassen. Zwar kann das geplante Jahreskonzert am kommenden Samstag nicht stattfinden. Dennoch sollen die Beckenriederinnen und Beckenrieder in den Genuss von Blasmusikklängen kommen. Mitglieder der Feldmusik werden um 18 Uhr von ihrem Zuhause aus und – wie die Feldmusik bedauernd in einer Mitteilung schreibt – leider jeder für sich Lieder der einheimischen Komponisten Walter Käslin und Urs Zumbühl spielen.

«Drei Stücke haben wir einstudiert», sagt Feldmusik-Präsident Hansjörg Murer auf Anfrage. Die Melodiestimmen seien für die unterschiedlichen Instrumente angepasst worden, erklärt er. Er schätzt, dass von den 32 Mitgliedern des Korps etwa 15 bis 20 dabei sein werden am Samstag. «Einerseits ist es freiwillig, anderseits können jene, die Schlagwerk spielen, nicht mitmachen», meint Hansjörg Murer. Einige würden zudem ausserhalb von Beckenried wohnen. «Unsere Musikantinnen und Musikanten wohnen über das Dorf verteilt, sodass man in allen Dorfteilen ihre Klänge hören können sollte», so Murer.

Auch die nächsten Auftritte sind unsicher

Der Lockdown sei mitten in die intensiven Vorbereitungen für das Jahreskonzert gefallen, sagt der Vereinspräsident. «Wir haben zweimal in der Woche geprobt und dann mussten wir aufhören.» Jetzt hätten sie das Jahresprogramm umgestellt. Für die nächsten Auftritte hätten alle ihre Noten zusammen mit Tonbeispielen erhalten. So könnten sie ihren Part einüben. Ob der Auftritt an Fronleichnam allerdings stattfinden könne, sei unsicher. Im Herbst ist die Aufführung einer Messe zusammen mit dem Kirchchor geplant.

«Was uns sehr fehlt, ist auch das gesellige Zusammensein», betont Murer. «Wir sind ein Dorfverein und gehen nach den Proben gerne noch in die Beiz.» Jetzt kommuniziere man hauptsächlich via E-Mail und einer Chatgruppe auf Whatsapp.