Ferienpass mobilisiert ein Drittel der Nidwaldner Primarschüler

Der Klassiker Ferienpass zieht auch diesen Sommer wieder. Mit 850 Anmeldungen kann
die diesjährige Ausgabe im Kanton Nidwalden am letztjährigen Rekord anknüpfen. Am Montag geht’s los. Noch hat’s freie Plätze.

Matthias Piazza
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Nidwaldner Schulkinder stellen unter professioneller Anleitung selber Handcrème her. (Bild: Corinne Glanzmann, 9. August 2016)

Nidwaldner Schulkinder stellen unter professioneller Anleitung selber Handcrème her. (Bild: Corinne Glanzmann, 9. August 2016)

Schon Generationen von Schulkindern haben mit dem Nidwaldner Ferienpass, der heuer zum 37. Mal durchgeführt wird, Abenteuer erlebt. Der Klassiker hat in fast vier Jahrzehnten nichts von seiner Popularität eingebüsst. In den vergangenen Jahren stieg die Teilnehmerzahl stetig an. 850 Nidwaldner Schulkinder im Alter bis 14 Jahre haben im vergangenen Jahr teilgenommen – das sind 100 mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie. «Das entspricht einem Drittel der Nidwaldner Primarschüler», veranschaulicht Ruedi Walpen, Leiter des Ferienpasses Nidwalden. Die diesjährige Ausgabe, die am kommenden Montag startet – pünktlich zu Beginn der Sommerferien – kann teilnehmermässig an das Vorjahr anknüpfen.

Über die Gründe des Erfolges kann Walpen nur spekulieren. «Mit dem Pfadilager und den Ferien mit den Eltern sind noch nicht alle sechs Wochen der Schulsommerferien verplant. Zudem gehen viele Familien erst im Herbst in die Ferien.» Sehr gerne würden die Schüler darum die ersten oder letzten zwei Sommerferienwochen mit dem Ferienpass verbringen. Sie können aus rund 380 meist halbtägigen Angeboten auswählen. So kann man sich etwa mit der Armbrust als Wilhelm Tell versuchen, auf Lamas reiten, einen eigenen Lautsprecher bauen oder die Helikopterbasis in Alpnach besichtigen. Erstmals können die Schüler die Redaktionen unserer Zeitung in Luzern und Aarau besuchen. Wuedi Walpen weiss: 

«Immer wieder sehr beliebt sind Ausflüge und Ateliers, bei denen Tiere oder Sport im Mittelpunkt stehen oder bei denen die Kinder etwas backen können.»

Für diesen vierwöchigen Grossanlass braucht’s nicht nur Firmen und Institutionen, die bereit sind, ihre Türen für neugierige Kinder zu öffnen. «Jährlich sind rund 200 Helfer im Einsatz, welche die Kinder auf ihren Ausflügen und Atelierbesuchen begleiten.» Für die zwei Wochen im August werden noch solche Begleitpersonen gesucht.

Hinweis: Ferienpass: 8.–19. Juli/5.–16. August. Es hat noch freie Plätze: www.ferienpass-nidwalden.ch