FESTIVAL: Kürzer und weniger Spielorte: Stanser Musiktage melden sich zurück

Nach einer Pause im letzten Jahr präsentieren sich die Stanser Musiktage heuer in neuer Aufmachung. Die 21. Ausgabe ist kürzer, hat weniger Spielorte und macht Abstriche beim Rahmenprogramm. Sie verspricht aber weiterhin Neuentdeckungen aus Weltmusik, Jazz und Pop.

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An den Stanser Musiktagen vom 5. bis 10. April sind 40 Konzerte auf zehn Bühnen igeplant. (Bild: pd)

An den Stanser Musiktagen vom 5. bis 10. April sind 40 Konzerte auf zehn Bühnen igeplant. (Bild: pd)

Das Musikfestival findet vom 5. bis 10. April im Nidwaldner Hauptort Stans statt. Geplant sind fast 40 Konzerte mit Musikern aus der Schweiz aber auch aus dem übrigen Europa, Afrika, den USA, dem Nahen Osten und der Karibik. Gespielt wird auf zehn Bühnen im Dorf.

Das seit 1994 bestehende Festival hatte wegen der defizitären Jubiläumsausgabe 2014 im vergangenen Jahr eine Pause eingelegt. Unter anderem mit einem zweitägigen Minifestival sammelte der Verein über 250'000 Franken für die Sanierung und Neukonzeption des Anlasses.

Nun hat sich die Festivalleitung unter dem neuen Duo Esther Unternährer und Marc Rambold wieder aufgerappelt. Die beiden verzichten rund auf einen Drittel der Konzerte und strichen den Montag als Festivaltag. Dadurch sollen die Festivalkasse und die Anwohner geschont werden.

Das Nidwaldner Museum fordert an den Stanser Musiktagen... (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)
36 Bilder
...  mit einer phantastischen Videoinstallation von Thais Odermatt Jung und Alt zum Tanzen auf. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)
Thais Odermatt (links) mit der Videoinstallation. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)
Hindi Zhara bei ihrem Auftritt an den Stanser Musitagen im Kollegi Stans. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Mbongwana Star eröffnet mit seinem Konzert im Kollegium die Stanser Musiktage. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Rhythmen aus Kongo in Stans. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Chrimafrä und Ländler... (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
... eröffnen mit einem Konzert am Dorfplatz die Stanser Musiktage 2016. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Mit viel Herzblut und bei Wind und Wetter unterwegs. Fünf Abende lang sind zwei junge Frauen damit beschäftigt, als lebendige Sammelbox finanzielle Mittel zu generieren, um die SMT zu unterstützen. Wer etwas einwarf, durfte sich eine kleine Plastikrolle nehmen. Darin befand sich ein Teilnahmeschein für einen Wettbewerb. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Im «Engel Club» startet jeweils das Nachtprogramm. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Impressionen (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Auf dem Heimweg. Nach einem erfüllten Konzert im Kollegisaal jetzt noch auf ein Glas ins Weinzelt..... (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Fanfare Shukar. Zehn Mann aus Rumänien brachten die Stanser Metropole zum Kochen; dies alles nach 30 Stunden Busfahrt! (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Fanfare Shukar. Zehn Mann aus Rumänien brachten die Stanser Metropole zum Kochen; dies alles nach 30 Stunden Busfahrt! (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Ein Lächeln versüsst den Abend noch mehr im Desserzelt. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Impressionen zur «Blauen Stunde». (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Impressionen zur «Blauen Stunde» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Einheimisches Schaffen mit «Hebdide». (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Legendär und aus der Region: «Jolly And The Flytrap» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Legendär und aus der Region: «Jolly And The Flytrap» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Legendär und aus der Region: «Jolly And The Flytrap» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Legendär und aus der Region: «Jolly And The Flytrap» (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Immer eine Anlaufstelle für hungrige SMT-Besucher: die Foodzone, die sich am Mittwoch ins Freie verlagerte. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid, Sänger der Umayyaden-Moschee in Damaskus. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Immer eine Anlaufstelle für hungrige SMT-Besucher: die Foodzone. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Immer eine Anlaufstelle für hungrige SMT-Besucher: die Foodzone. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Noureddine Khourchid And The Whirbling Dervishes Of Damas aus Syrien. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Colleen aus Frankreich. Ihre Musik brachte eine träumerische Note in den Engelsaal. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Colleen aus Frankreich. Ihre Musik brachte eine träumerische Note in den Engelsaal. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Colleen aus Frankreich. Ihre Musik brachte eine träumerische Note in den Engelsaal. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))
Chrimafrä brachten am Dienstag die Volksmusik auf den Stanser Dorfplatz. (Bild: André A. Niederberger (Neue NZ))

Das Nidwaldner Museum fordert an den Stanser Musiktagen... (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)

Treu bleiben sich die Stanser Musiktage hingegen beim musikalischen Angebot. Auf dem sechstägigen Programm stehen wiederum Neuentdeckungen aus Weltmusik, Jazz, Pop und Volksmusik. Es umfasst 26 Hauptkonzerte.

Zu den Höhepunkten zählen unter anderem die französisch-marrokanische Sängerin Hindi Zahra und die amerikanische Indie-Pop-Band Animal Collective. Für Klänge aus der Umgebung sorgen unter anderem das Muotataler Tanzmusikertrio Ambäck.

Zudem sind Konzerte an ungewöhnlichen Orten zu hören. So treten die französischen Volksmusiker von La Kinkerne auf dem Stanserhorn auf. Das georgische Gesangsquartett Mze Shina bildet zudem den Abschluss in der Gnadenkapelle in Niederrickenbach.

Daneben gibt es für die Besucherinnen und Besucher Gratiskonzerte auf dem Dorfplatz in einer neuen Zeltkonstruktion mit zwei Bars rund um den Dorfbrunnen. Auch auf die Strassenmusikformationen in den Gassen und Zelten müssen die Gäste beim neuen Festival nicht verzichten.

Neu ist eine Nachtprogramm-Konzertreihe an drei Tagen im Kollegium St. Fidelis. Oberhalb des Dorfplatzes beim Winkelried-Denkmal feiert zudem das Weinzelt seine Auferstehung. Dort findet sich zudem eine Videokunstinstallation unter dem Titel "Tanze!" der Filmemacherin Thaïs Odermatt aus dem benachbarten Oberdorf. Sie will Menschen zum Tanzen anregen. (sda)