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Nidwaldner Rockfestival soll zum virtuellen Erlebnis werden

Während des Konzerts neben dem Sänger seiner Lieblingsband auf der Bühne stehen: Virtual Reality ermöglicht den Besuchern am Stanser Urrock Musikfestival völlig neue Einblicke.
Philipp Unterschütz
Haben den virtuellen Durchblick: Stephan Brüderlin (Vorstand Urrock), Fabian Koch, Geschäftsführer inter-punkt AG und Jimmy Holmichel (Vorstand Urrock) mit den verschiedenen VR-Brillen. (Bild: PD)

Haben den virtuellen Durchblick: Stephan Brüderlin (Vorstand Urrock), Fabian Koch, Geschäftsführer inter-punkt AG und Jimmy Holmichel (Vorstand Urrock) mit den verschiedenen VR-Brillen. (Bild: PD)

Pilotenausbildung in Simulatoren, Computerspiele, virtuelle Rundgänge durch das neue Traumhaus oder die Besichtigung eines möglichen Ferienziels – die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. Virtual Reality (VR) ist ein Megatrend. Auch in der Musikwelt hat die VR längst Einzug gehalten. Es gibt bereits beeindruckende 360-Grad-Videos von Künstlern und Konzerten. Was es hingegen im ­Musikbusiness bisher kaum gab, sind ­Livebegegnungen mit den Künstlern. Das neue Urrock Musikfestival in Stans geht diesen weiteren Schritt in die ­Zukunft der Virtual Reality.

Exklusiver Blick in den Backstagebereich

Bei berühmten Bands erleben ­Musikfans das Konzert oft weit entfernt von der Bühne – die Musiker sehen sie als stecknadelgrosse Figürchen. Vielleicht hat man einen Feldstecher oder gute Sicht auf einen Bildschirm und ­bekommt wenigstens ein bisschen vom Menschen, seiner Mimik und seinen ­Gefühlen auf der Bühne mit. «Aber ein gutes Livekonzert kann trotzdem nichts ersetzen. Das wird nie aussterben», ist der Wiler Stephan Brüderlin überzeugt. Im Fall des Urrock Festivals, das am 9. und 10. November zum ersten Mal im Stanser Senkel über die Bühne geht, braucht es angesichts der überschau­baren Grösse zwar keinen Feldstecher. Doch dank Virtual Reality kann man den Musikern während ihrer Auftritte fast schon auf die Füsse stehen. Am Urrock Musik Festival kann man dank VR nämlich in Bereiche vordringen, die Fans sonst verschlossen sind, und neben den Musikern der Lieblingsband auf der Bühne stehen oder zusehen, was sie im Backstagebereich machen. Und das live, also genau in dem Moment, in dem man die dazu nötige VR-Brille anzieht. «Das hat es meines Wissens in der Schweiz an einem Festival noch nie gegeben – wir ­ermöglichen eine völlig neue Interaktion zwischen Musikern und Publikum», freut sich Stephan Brüderlin. Möglich machen das Erlebnis mehrere 360-Grad-Kameras, die auf der Bühne und eben auch im Backstagebereich im Hotel Winkelried montiert werden. Ihre Bilder werden über WLAN im Senkel zugänglich gemacht. Die Besucher können eine spezielle Urrock-VR-Brille aus Kunststoff kaufen, in der sie ihr persönliches Mobiltelefon einstecken, mit dem sie sich ins WLAN-Netz eingeloggt haben. Die Brillen können die Besucher später auch für andere VR-Zwecke brauchen. Um die Möglichkeiten voll auszuschöpfen, steht am Festival ein zusätzlicher Virtual-Reality-Stand für mehrere Nutzer zur Verfügung, der mit professionellem Equipment ausgerüstet ist.

Abtauchen in eine eigene Welt

So gehören zu den VR-Brillen dort auch geschlossene Kopfhörer. Die Nutzer werden am Stand von Fachleuten der inter-punkt AG betreut. Die Web- und Werbeagentur aus Suhr setzt das Projekt in Stans als Sponsor mit dem Urrock-Team um. «Man muss beachten, dass die Nutzer sich mit VR in eine eigene Welt begeben und durch die Ausrüstung nichts mehr von ihrer Umgebung mitbekommen. Wir haben die Abläufe deshalb ­genau durchdacht», betont Patrick ­Jakober, Urrock-Vorstandsmitglied. Rein technisch sei das Ganze nichts Neues. «Neu ist, dass wir mit VR Live-Erlebnisse ermöglichen.» Mit dem Angebot wolle man auch Erfahrungen sammeln, um die Technologie weiterzuentwickeln. Die Pläne stehen, Details will Jakober aber noch nicht verraten. «Die Fans von ­Metal-Musik, die bei uns am Festival gespielt wird, sind genau die richtige Zielgruppe für Virtual Reality», meint Jimmy Holmichel, Urrock-Vorstandsmitglied. Metal sei Bestandteil vieler Computerspiele, viele «Metal-Heads» seien in Computerclubs und teilweise sogar selber als Entwickler tätig. Von den auftretenden Bands habe man die Einwilligungen für Bildmaterial für eigene Zwecke. «Ich bin sicher, auch sie werden begeistert sein. Es geht ja nichts raus, sondern ist ein exklusives Live-Erlebnis nur für unsere Besucher», so Stephan Brüderlin.

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