Feuerwehr und Werkhof von Stansstad sollen unter dasselbe Dach kommen

Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Standort für Feurwehr und Werkhof geht's einen Schritt weiter. Am 28. Juni stimmen die Stansstader an der Urne über den 8-Millionen-Baukredit ab.

Matthias Piazza
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Im Gebiet Sadec, neu Seepark, ist der gemeinsame Standort von Feuerwehr und Werkhof von Stansstad geplant.

Im Gebiet Sadec, neu Seepark, ist der gemeinsame Standort von Feuerwehr und Werkhof von Stansstad geplant.

Visualisierung: PD

Feuerwehr und Werkhof brauchen mehr Platz. Auf dem Weg zu einem neuen gemeinsamen Standort für die Feuerwehr und den Werkhof auf dem Sadec-Areal an der Feldstrasse steht am 28.Juni ein Meilenstein an. Dann stimmen die Stansstader über den Baukredit für 8,15 Millionen Franken ab. Die Nidwaldner Sachversicherung hat für den Bereich der Feuerwehr einen Beitrag von 782'000 Franken in Aussicht gestellt. Damit verbleibt der Gemeinde ein Investitionsvolumen von 7,3 Millionen Franken. Neben der Feuerwehr unterstützt auch die Finanzkommission dieses Grossprojekt. «Aufgrund der aktuellen Situation, was den bestehenden Werkhof und das Feuerwehrlokal betrifft, erachtet die Finanzkommission den Neubau als sinnvoll», schreibt diese in der Abstimmungsbotschaft. In die 300 Quadratmeter grosse Fahrzeughalle für den Werkhof kommen Putzmaschine, Traktoren, Salzstreumaschine sowie weitere Fahrzeuge und Gerätschaften der Gemeindedienste. Aufenthalts-, Arbeits und Umkleideräume mit Dusch und WC-Anlagen ergänzen das Raumangebot. Ebenso gross ist die Einstellhalle für die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr. Hinzu kommen Räume für die Atemschutzretablierung, Umkleideräume mit Dusch- und WC-Anlagen für die Feuerwehrleute sowie eine Werkstatt. Im Galeriegeschoss sind Büro- und Besprechungsräume, eine Einsatzzentrale sowie ein Mehrzweckraum mit Küche eingeplant.

Wohnungen sind nicht mehr geplant

Nicht mehr Bestandteil des Projekts ist das Attikageschoss mit vermietbaren Wohn- und Büroräumlichkeiten. «In Stansstad gibt’s schon genug leere Wohnungen und Gewerberäume. Wir wollen nicht riskieren, dass wir Räume, die mit Steuergeldern gebaut wurden, nicht vermieten können», so Gemeindepräsident Beat Plüss. Zudem könne so auch der Zweck des Gebäudes gewahrt werden. Allerdings könne man bei Bedarf später immer noch das Gebäude aufstocken. Neu ist im Untergeschoss die Erstellung einer Autoeinstellhalle vorgesehen.

Sagen die Stansstader Ja zum Objektkredit, sollen die Baumaschinen diesen Herbst auffahren. «Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es für den Gemeinderat wichtig», so Beat Plüss, «dass die Wirtschaft mit Projekten der öffentlichen Hand gestärkt wird.» Das Projekt wird überwiegend fremdfinanziert. Die aktuelle Lage am Kapitalmarkt ermögliche eine günstige Kapitalbeschaffung, so Plüss. Als Pfand hält der Gemeinderat die frei werdenden Parzellen am heutigen Standort von Werkhof und Feuerwehr in der Hinterhand. «Mit der Gewährung eines Baurechts können jährlich wiederkehrende Einnahmen generiert werden, die wiederum zur Deckung der laufenden Abschreibungs- und Kapitalkosten verwendet werden können», so Beat Plüss.

Fünfzehn Standorte geprüft und bewertet

Seit 2012 erscheint der Neubau eines Werkhof- und Feuerwehrgebäudes immer wieder auf der Agenda des Stansstader Gemeinderats. Fünfzehn Standorte wurden geprüft und bewertet. Eine Testplanung bei den heutigen Standorten von Werkhof und Feuerwehr ergab, dass die Zonenbestimmungen für eine derartige Nutzung nicht gegeben und die für einen zeitgemässen Betrieb erforderlichen Flächen auch nicht vorhanden sind. «Das Gebiet Sadec, neu Seepark, ist für Werkhof und Feuerwehr ideal», ist Gemeindepräsident Beat Plüss überzeugt.

Erschlossen wird das geplante Gebäude über die Feldstrasse. Die Zufahrt zum Werkhof erfolgt nach der Feldbrücke, jene zu den Räumlichkeiten der Feuerwehr direkt ab der Feldstrasse. Die Verkehrssicherheit in diesem Bereich wird durch das Anbringen einer Ampelanlage gewährleistet.

Zentrale Sammelstelle geplant

Zudem stimmen die Stansstader am 28. Juni auch über den Ersatz der heutigen dezentralen Altstoffsammelstellen durch eine moderne zentrale Sammelstelle ab. Sie ist beim Beginn der Steigung der Bürgenstockstrasse geplant, wo die Gemeinde Stansstad seit 2011 eine vom Bund erworbene Parzelle besitzt. Der Gemeinderat beantragt dafür dem Stansstader Stimmvolk an der Urne einen Objektkredit von insgesamt 750'000 Franken.

An die Urne kommt auch die Rechnung 2019. Bei einem Ertrag von 11,16 Millionen schliesst sie mit einem Plus von 1,24 Millionen Franken ab. Ursprünglich waren diese drei Geschäfte an der Gemeindeversammlung traktandiert gewesen. Diese wurde aber wegen der Coronakrise abgesagt.

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