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FINANZEN: Nidwalden kann Investitionen kaum selber zahlen

Die Rechnung 2013 des Kantons Nidwalden ist leicht besser als erwartet. Unter dem Strich bleibt ein Minus von 1,2 Mio. Franken. Um den Haushalt zu verbessern, erarbeitet die Regierung Massnahmen.
Nidwalden (im Bild Finanzdirektor Hugo Kayser) kämpft mit einem ungenügenden Selbstfinanzierungsgrad, wegbrechenden Einnahmen und steigenden Ausgaben. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)

Nidwalden (im Bild Finanzdirektor Hugo Kayser) kämpft mit einem ungenügenden Selbstfinanzierungsgrad, wegbrechenden Einnahmen und steigenden Ausgaben. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)

Die Rechnung schliesst mit einem Aufwand von 335,6 (Budget: 329,4) Mio. Fr. und einem Ertrag von 314,3 (308,0) Mio. Franken. Das Gesamtergebnis der Erfolgsrechnung beträgt -1,2 Mio. Franken. Budgetiert war ein Minus von 3 Mio. Fr, wie die Nidwaldner Staatskanzlei mitteilte.

Nidwalden investierte netto 18,6 Mio. Fr. Das waren gut ein Viertel weniger als geplant. Grund für die grosse Abweichung waren unter anderem zeitliche Verzögerungen im Wasserbau und bei der Erweiterung der für Behinderte tätigen Stiftung Weidli.

Der Selbstfinanzierungsgrad sank gegenüber dem Vorjahr von 27,5 auf tiefe 5 Prozent. Die Nettoschuld nahm um 17,8 auf 46,2 Mio. Fr. zu. Das Eigenkapital schmolz um 16,8 auf 100,9 Mio Fr. Davon waren 37,1 Mio. Fr. für Vorfinanzierungen zweckgebunden.

Nidwalden kämpft mit einem ungenügenden Selbstfinanzierungsgrad, wegbrechenden Einnahmen und steigenden Ausgaben. Das Budget fürs laufende Jahr weist nach Entnahmen aus Vorfinanzierungen von 15,3 Mio. Fr. einen Mehraufwand von 1,9 Mio. Fr. aus. Zusätzlich sei der Ausfall der Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von 3,5 Mio. Fr. zu verkraften, schreibt die Regierung.

Beim Budget 2015 sieht sich Nidwalden mit dem Wegfall von Vorfinanzierungen und dem möglichen erneuten Ausfall der Nationalbank-Geldern konfrontiert. Zudem rechnet die Regierung in verschiedenen Bereichen, insbesondere im Gesundheitswesen, mit wachsenden Ausgaben.

Um den Haushalt zu verbessern, erarbeitet die Regierung zur Zeit ein Massnahmenpaket. Dieses will sie vor den Sommerferien in die Vernehmlassung schicken.

sda

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