FINANZEN: Nidwaldner Rechnung besser als budgetiert

Der Nidwaldner Finanzdirektor hat eine sehr erfreuliche Bilanz für 2014 gezogen. Das budgetierte Defizit konnte auf 1,4 Millionen Franken halbiert werden, der veranschlagte Finanzierungsfehlbetrag verringerte sich auf einen Viertel.

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Finanzdirektor Alfred Bossard (links) und Finanzverwalter Marco Hofmann stellten erstmals gemeinsam die Rechnung des Kantons Nidwalden vor (Archivbild Neue NZ)

Finanzdirektor Alfred Bossard (links) und Finanzverwalter Marco Hofmann stellten erstmals gemeinsam die Rechnung des Kantons Nidwalden vor (Archivbild Neue NZ)

Die Verbesserungen seien dank ausserordentlichen Erträgen zustande gekommen, teilte die Staatskanzlei mit. Die aufgegleisten Massnahmen zur Wiederherstellung des Haushaltgleichgewichtes müssten dennoch konsequent umgesetzt werden. Ob der Steuerfuss erhöht werden müsse, zeige sich bei der Erarbeitung des Budgets von 2016.

Die Erfolgsrechnung 2014 weist tiefere betriebliche Aufwendungen und Erträge aus als das Budget. Aus dem Aufwand von 335,4 (Budget: 337,1) Mio. Fr. und dem Ertrag von 316,5 (317,6) Mio. Fr. resultierte ein Fehlbetrag aus betrieblicher Tätigkeit von 18,8 (19,5) Mio. Franken.

Auch das Ergebnis aus der Finanzierung verbesserte sich. Es konnte von 16,0 Mio. Fr. auf 16,7 Mio. Fr. erhöht werden. Unter Berücksichtigung des ausserordentlichen Ergebnisses, schliesst die Erfolgsrechnung noch mit einem Defizit von 1,4 Mio. Franken. Budgetiert war ein Fehlbetrag von 2,7 Mio. Franken.

Keine Entnahme aus Reserve nötig

Wie die Staatskanzlei mitteilte, konnte auf die budgetierte Auflösung von Reserven in der Höhe von 14,5 Mio. Fr. verzichtet werden. Diese Entnahme aus von 2006 bis 2009 im Rahmen der Steuergesetzrevision gebildeten Reserven war vorgesehen gewesen, um das Budget aufzubessern.

Gegenüber dem Budget reduziert werden konnte etwa der Personalaufwand und der Sachaufwand. Mindereinnahmen gab es beim Fiskalertrag und den Ordnungsbussen. Zudem blieb der Ertrag aus der Gewinnausschüttung der Nationalbank aus.

Die Investitionsrechnung fiel kleiner aus als budgetiert, dies vor allem wegen zeitlichen Verzögerung von Projekten. Aus den Investitionsausgaben von 27,3 (Budget: 35,5) Mio. Fr. und den Investitionseinnahmen von 13,8 (16,5) Mio. Fr. resultierte eine Nettoinvestitionszunahme von 13,5 (19,0) Mio. Franken.

Die Geldflussrechnung schliesst mit einem Finanzierungsfehlbetrag von 5,1 (Budget: 19,2) Mio. Franken. Das Nettovermögen per Ende 2014 sank gegenüber Ende 2013 von 96,7 Mio. Fr. auf 89,5 Mio. Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad erhöhte sich von 5 Prozent auf 121 Prozent. (sda)