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FINANZEN: Rechnung der Gemeinde Ennetbürgen schliesst 1,5 Millionen besser ab

Die Gemeindeversammlung wird neben der Jahresrechnung über Kredite von rund 600'000 Franken, ein neues Parkplatzreglement und eine Umzonung für das neue Dorfzentrum abstimmen.
Franziska Herger
1000er-Noten aufgeschichtet in einer Bank. (Symbolbild Keystone)

1000er-Noten aufgeschichtet in einer Bank. (Symbolbild Keystone)

Die Ennetbürger werden für ihr neues Dorfzentrum noch einmal zur Abstimmung gebeten. Das Projekt, gemäss dem im Bereich Buochserstrasse 4, 6 und 8 und Allmendstrasse ein neuer Wohn- und Zentrumsbau samt neuem Dorfplatz entstehen soll, wurde bereits vor einem Jahr von den Bürgern angenommen. Im Baubewilligungsverfahren beanstandete aber der Kanton, dass sich die Liegenschaft in der öffentlichen Zone befindet. Sie muss nun in die Dorfzone umgezont werden, was eine Änderung des Zonenplans und des Bau- und Zonenreglements nötig macht.

Im Dorf soll sich auch die Parkplatzbewirtschaftung verändern (wir berichteten). Das neue Parkplatzreglement, das der Bevölkerung Anfang Jahr vorgestellt wurde, sieht das Parkieren mit Parkscheibe für maximal drei Stunden auf 21 Parkplätzen rund um das Gemeindehaus und auf 20 Parkplätzen auf dem öffentlichen Platz beim Regenloch vor, sowie eine Parkuhr beim öffentlichen Parkplatz Honegg auf dem Bürgenstock. Nach der Informationsveranstaltung im Januar sei aufgrund von Rückmeldungen aus der Bevölkerung entschieden worden, die Parkscheibenregelung beim Regenloch (anders als rund um das Gemeindehaus) auch auf das Wochenende auszudehnen, sagt Gemeindepräsident Peter Truttmann auf Anfrage. «Diese Parkplätze waren anscheinend auch am Wochenende oft lange besetzt.»

Neue Bestattungsform ohne viel Aufwand geplant

Weiter beantragt der Gemeinderat den Ennetbürgern einen Objektkredit von 280'000 Franken für die Neugestaltung des Friedhofs mit Sanierung des Kiesplatzes vor der Urnennischenhalle. «Der Friedhof ist zunehmend zum Begegnungsort geworden. Dem wollen wir Rechnung tragen», sagt der Gemeindepräsident. Weiter soll als neue Bestattungsform ein Urnenhain für 150 Urnen erstellt werden. Hierbei müssen sich die Hinterbliebenen nicht um die Grabpflege kümmern, was zunehmend den Bedürfnissen der Bevölkerung entspreche, schreibt die Gemeinde. Das Gemeinschaftsgrab, das an seine Kapazitätsgrenzen stosse, solle aus Platzgründen nicht erweitert werden.

Ebenfalls traktandiert ist ein Objektkredit von 330'000 Franken für die Sanierung des Wanderweges «Dössli» am östlichen Dorfrand auf einer Länge von rund 150 Metern. Dabei sollen die Stufen entfernt, der Weg auf 1,20 Meter verbreitert und die talseitige Trockenmauer neu aufgebaut werden. Zudem wird der Weg auf rund 60 Metern leicht bergwärts verschoben.

Die Jahresrechnung 2017 schliesst mit einem Plus von rund 980'000 Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von rund einer halben Million Franken. Vom Mehrertrag von rund 1,5 Mil­lionen fallen 865'000 Franken auf höhere Steuereinnahmen (davon 394'000 Franken von ­natürlichen Personen und 240'000 Franken aus der Grundstückgewinnsteuer). Zudem musste eine Zahlung an den innerkantonalen Finanzausgleich von knapp einer Viertelmillion Franken nicht geleistet werden.

Gutverdienende Einwohner heben die Rechnung an

Die vielen gutverdienenden Einwohner von Ennetbürgen, geringere Pendlerabzüge seit der Revision des Steuergesetzes Anfang 2016 sowie zahlreiche Personen, die ihren Ruhestand mit Einmalbezügen aus der zweiten und dritten Säule finanzierten und entsprechend besteuert werden, schlügen sich alle in der Rechnung nieder, erklärt Finanzchef Peter von Flüe. «Ennetbürgen ist eine bevorzugte Wohngemeinde im höheren Segment.»

Die Nettoinvestitionen beliefen sich 2017 auf rund 2 Millionen Franken, budgetiert waren 3 Millionen. Die Differenz sei hauptsächlich auf zeitlich verschobene Realisierungen, etwa der Neuausrichtung des Pumpwerks Riedmatt oder des Schmutzwassersammlers Bürgenstock oder tiefere Kosten zurückzuführen, schreibt die Gemeinde.

Franziska Herger

franziska.herger@nidwaldnerzeitung.ch

Hinweis
Gemeindeversammlung: Freitag, 25. Mai, um 19.30 Uhr (Kirchgemeinde) respektive um 20.15 Uhr (politische Gemeinde).

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