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In Beckenried gabs Tänze von Israel bis zum Kaukasus

Unter dem Motto «Let’s Dance» bot die Feldmusik einen bunten und vielseitigen Mix aus traditionellen Tänzen – gemischt mit einer Prise Pop-Kultur.
Kurt Liembd
Die Feldmusik Beckenried präsentierte unter Leitung von Heini Iten vielseitige und mitreissende Tanzmusik aus aller Welt. (Bild: Kurt Liembd (26. Mai 2018))

Die Feldmusik Beckenried präsentierte unter Leitung von Heini Iten vielseitige und mitreissende Tanzmusik aus aller Welt. (Bild: Kurt Liembd (26. Mai 2018))

Amerika, Israel, Kaukasus, Spanien, Südamerika, Schweden, Puerto Rico: Das ist nicht etwa eine Gruppe der kommenden Fussball-WM. Es sind einige Orte der Welt, aus denen die Feldmusik Beckenried die schönsten Tänze präsentierte. Die 35 Musikanten unter der Leitung von Heini Iten taten dies mit Lebensfreude, Emotionen und Fröhlichkeit. Das Spektrum reichte vom einheimischen «Tanz der Nüssler» über Tango und Rumba bis zu israelischen und kaukasischen Volkstänzen.

Das Publikum zeigte sich zu recht begeistert und spendete viel Applaus. Mit ihrem Jahreskonzert bewies die Feldmusik einmal mehr, dass sie von der Besetzung gut aufgestellt ist und inhaltlich offen ist für neue Klänge und Rhythmen. Dazu kommt, dass die Balance zwischen Holz- und Blechinstrumenten ausgezeichnet ist.

Schon der ungewöhnliche Beginn mit dem «Mährischen Tanz Nr. 4» liess aufhorchen, gehört der Komponist Frantisek Manas doch zu den bedeutendsten tschechischen Blasmusikkomponisten. Das Musikkorps spielte technisch versiert und stilsicher basierend auf der mährischen Folklore. Beim «Tanz der Nüssler» brauchen nicht nur die Tänzer gute Kondition, sondern auch die Spieler mit den auffallend vielen Solopassagen. Ungewöhnliche Klänge und teils orientalisch anmutende Tonintervalle gab’s in «Rikudim», einer Tanzsuite aus Israel.

Die Feldmusik zeigt sich äusserst spielfreudig

Die Beckenrieder meisterten ihre Aufgabe exzellent, sei es in den melancholischen Teilen wie in den schnellen jüdisch wirkenden Passagen. Kleiner Wermutstropfen war einzig, dass nur zwei der vier Sätze zur Aufführung gelangten – am musikalischen Können hätte es jedenfalls nicht gefehlt. Ebenfalls etwas fremdländisch erklangen der dritte und vierte Satz der insgesamt vier «Kaukasischen Sketches» vom Schweizer Komponisten Franco Cesarini. Die Feldmusik zeigte sich äusserst spielfreudig und vermochte beim Publikum die Faszination für das kaukasische Reitervolk zu wecken. Auch hier hätte man die ersten zwei Sätze gerne gehört, die Musikanten hätten sie bestimmt ebenso souverän dargeboten wie die letzten beiden.

Zwischen Jazz und Lateinamerika

Wieder zurück in heimatliche Gefilde, faszinierte der Traditionsmarsch «Marignan», eine Komposition von Jean Daetwyler, die heute sozusagen zu einer Art «Walliser Hymne» geworden ist. Nach der Pause waren weitere Tänze vom Feinsten angesagt. Eindrücklich gelang «America» aus dem Broadway-Klassiker «West Side Story» von Leonard Bernstein. Die Beckenrieder schafften diese Mischung aus Jazz und lateinamerikanischem Tanz ausgezeichnet. Dirigent Heini Iten, der die Feldmusik seit drei Jahren führt, hatte alles im Griff und wusste seine Musikanten und Musikantinnen zu maximalen Leistungen zu führen und zu motivieren.

Das zeigte er auch stilsicher bei Tango, Rumba und weiteren Tänzen im lateinamerikanischen Stil wie etwa bei «Choca Carioca» oder «Bambolero». Einige im Publikum hätten am liebsten gleich selbst mitgetanzt. Grosse Freude zeigten die Zuhörer auch beim Disco-Klassiker «Dancing Queen» der schwedischen Popgruppe Abba. Charmant und humorvoll führte Gabriela Loew durch den abwechslungsreichen Konzertabend.

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