Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Flugplatz Buochs: Bisherige Nutzer äussern Bedenken

Die Frage nach der Zukunft des Flugplatzes Buochs löst Emotionen aus, wie ein Infoanlass in Stans zeigte. Die Verantwortlichen konnten viele Befürchtungen aus dem Weg räumen. Alle Anliegen sind aber nicht umsetzbar.
Oliver Mattmann
Dieses Bild gehört der Vergangenheit an: Ein Militärhelikopter landet auf dem Flugplatz Buochs. (Archivbild: NZ)

Dieses Bild gehört der Vergangenheit an: Ein Militärhelikopter landet auf dem Flugplatz Buochs. (Archivbild: NZ)

Hat die Modellfluggruppe noch Platz auf dem Flugplatz Buochs? Sind Anlässe wie die kantonale Gewerbeausstellung Iheimisch künftig noch möglich? Ist zu befürchten, dass touristische Helikopterflüge ab dem Flugplatz zunehmen werden? Mit solchen und ähnlichen Fragen sahen sich am Freitagabend Vertreter des Bundes, des Kantons und der Airport Buochs AG (Abag) konfrontiert. Sie hatten im Rahmen der öffentlichen Auflage des Umnutzungsgesuchs vom Militärflugplatz in ein ziviles Flugfeld zum Informationsanlass geladen. Schätzungsweise zwischen 200 und 250 Interessierte fanden den Weg in den Pestalozzisaal Stans.

Markus Kälin, Verwaltungsratsvizepräsident der Flugplatzbetreiberin Abag, konnte die Fragesteller in den meisten Fällen beruhigen. Zu einem Mitglied der Modellfluggruppe, die seit über 60 Jahren auf dem Flugplatz zu Hause sei, wie er ausführte, sagte Kälin: «Euer Flugbetrieb ist zwar nicht Bestandteil des Betriebsreglements, wir streben aber eine Lösung an, damit ihr bis auf Weiteres auf dem Flugplatz eine Homebase habt.» Martin Bär von der Abteilung Sachplan und Anlagen beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) ergänzte: «Es ist die Aufgabe der Flugplatzhalter, alle Freizeitaktivitäten zu koordinieren.» Markus Kälin versicherte weiter, dass Buochs nicht zu einem zweiten Zermatt werde, wo Mountainbiker für 80 Franken mit dem Heli auf den Berg fliegen können, was zuletzt für Schlagzeilen gesorgt hat. Bereits in der Vereinbarung zwischen Kanton und den Korporationen als Grundstückbesitzer von 2015 sei festgehalten worden, dass eine Helikopterbasis für touristische Personentransporte auszuschliessen sei. «Deshalb haben wir solche Flüge auf maximal 250 Bewegungen im Jahr eingeschränkt», hielt Kälin fest, und ergänzte: «Eine kleine Anzahl braucht es, auch zu Schulungszwecken von Piloten. Es besteht eine gewisse Gewerbefreiheit und ich kenne keinen Flugplatz, bei dem dies vollkommen unmöglich ist.» Baudirektor Josef Niederberger bemerkte, dass Helis heute irgendwo landen können, wenn der Eigentümer sein Land dafür zur Verfügung stelle. «Solche Flüge werden auch wahrgenommen, haben aber mit dem Flugplatz nichts zu tun.»

Anfrage für Schwingfest abschlägig beantwortet

Zur Zukunft von terrestrischen Anlässen auf dem Flugplatz betonte Josef Niederberger, dass man sich vonseiten Regierung dafür einsetzen werde, dass dies auch in Zukunft möglich sei. Nationalrat Peter Keller, ebenfalls im Publikum, hatte zuvor festgehalten, dass eine Standortanfrage fürs Innerschweizer Schwingfest 2021 negativ beantwortet worden sei. «Der Auf- und Abbau einer solchen Grossveranstaltung mit Tribüne dauert vier Wochen und erzeugt einen enormen Lastwagenverkehr. Uns bliebe nichts anderes übrig, als den Flugplatz zu schliessen während dieser Zeit», begründete Markus Kälin. Abgesehen davon, dass die Pilatus-Flugzeugwerke ihre Tests nicht wie gewohnt durchführen könnten, hätte der Betriebsausfall finanzielle Auswirkungen. «Unser aller Ziel ist aber ein Flugplatz, der kostendeckend ist.»

Weitere Teilnehmer zeigten sich erstaunt, dass heutzutage nicht alle Unterlagen der drei Dossiers für die öffentliche Mitwirkung zum Flugplatz Buochs digital zugänglich seien. Und dann tauchte nach Unfällen in der Vergangenheit nicht unerwartet die Frage nach der Sicherheit auf. Laut Roger Bosonnet, Leiter Abteilung Sachplan und Anlagen beim Bazl, kommt eine komplette Umzäunung aufgrund der Funktion als Naherholungsgebiet nicht in Frage. Regierungsrat Josef Niederberger erwähnte, bei der Piste querenden Herdernstrasse würden neue Barrieren angebracht, die einen Durchlass erlauben, sollte sich jemand zum falschen Zeitpunkt auf der Piste befinden und zurück wollen. Zudem ist geplant, den Bereich zwischen den Barrieren mit Sensoren im Boden auszustatten, die in einem solchen Fall Alarm schlagen würden, erwähnte Markus Kälin am Rande der Infoveranstaltung.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.