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FLUGPLATZ BUOCHS: Der Schutzverband will sich einbringen

Der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs begleitet seit Jahren die Entwicklung des Luftverkehrs im Kanton. Auch jetzt vor der politischen Diskussion über die Zukunft des Flugfeldes.
Martin Uebelhart
Der Flugplatz Buochs: Ende Monat Thema im Landrat. (Archivbild: Geri Wyss/NZ)

Der Flugplatz Buochs: Ende Monat Thema im Landrat. (Archivbild: Geri Wyss/NZ)

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch

Ende Monat beschäftigt sich der Landrat mit dem Flugplatz ­Buochs. Dabei soll das Parlament über eine Beteiligung von 10 Millionen Franken an der Aktien­kapitalerhöhung der Airport ­Buochs entscheiden. Eine Stimme, die sich seit fast 20 Jahren in der Flugplatzdiskussion immer wieder vernehmen lässt, ist der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs (SBFB). Auch zu der Kreditvorlage des Regierungsrates hat sich der Verband zu Wort gemeldet.

Seiner Meinung nach müsste die Behandlung des Geschäfts im Parlament vertagt werden, da zur notwendigen Transparenz der Vorlage zahlreiche Informationen fehlten. Unter anderem werden 30 Dokumente aufgelistet, die dem Landrat und der Bevölkerung für eine Entscheidung zugänglich gemacht werden müssten. «Nicht zuletzt auch im Hinblick auf eine mögliche Volksabstimmung im November», findet SBFB-Präsident Paul Mazenauer. Auf die Forderungen habe der Verband positive Reaktionen erhalten. «Es bleibt jedoch zu hoffen, dass auch der Regierungsrat der Angelegenheit die notwendige Aufmerksamkeit schenkt», sagt Mazenauer. Aus Sicht des Verbands ist es offen, wie der Landrat entscheidet. Nicht festlegen will sich der SBFB zum jetzigen Zeitpunkt auch zur Frage, ob und wie er sich an einem allfälligen Abstimmungskampf zur Flugplatzfrage beteiligen würde.

Verband deckt breites Interessenspektrum ab

Wen vertritt der Schutzverband? Laut Paul Mazenauer zählt die Organisation derzeit rund 500 Mitglieder und Gönner. Die Mehrheit von ihnen stamme aus Nidwalden, der Rest vor allem aus den Nachbarkantonen. «Die vom Flugfeld Buochs ausgehenden Immissionen werden weiträumig auch jenseits der Kantonsgrenzen wahrgenommen», hält der Präsident fest. Und ergänzt: «Es geht dem SBFB nicht darum, das Flugfeld Buochs abzuschaffen. Wir wollen uns für ein Gleichgewicht der Interessen engagieren.» So setze sich der Verband zur Erhaltung einer hohen Wohn- und Erholungsqualität in der erweiterten Region Nidwalden/Vierwaldstättersee ein. Diese sei sowohl für Mieter als auch Eigenheimbesitzer ein sehr wichtiges Gut. Selbstverständlich schliesse das Engagement die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen im weitesten Sinn mit ein. «Etwa den Schutz für die unter dem Flugfeld durchgehenden, sehr bedeutenden Grundwasserströme», so Mazenauer. Auch auf Aspekte der Sicherheit des Flugbetriebs habe man ein Auge. «Der SBFB deckt ein sehr breites Spektrum ab.»

Dazu beteiligt sich der SBFB auch an der politischen Diskussion. Zuletzt war der Verband im Begleitgremium der Flugplatz-Variantenevaluation vertreten. «Und auf Drängen und nach zwei Anläufen jetzt auch in den Koordinationsgesprächen zur Anpassung des raumplanungsrelevanten Objektblatts Buochs des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt.»

Verschiedentlich hat der SBFB auch bei öffentlichen Auflagen in Zusammenhang mit dem Flugplatz Änderungen oder gar deren Rückzug erwirkt. Bis vor Bundesgericht zog sich der Privatrekurs eines Vorstandsmitglieds zu falschen Lärmberechnungen hin. Die Lausanner Richter gaben ihm schliesslich recht. Damit habe eine weit grössere, vermeintlich zulässige Fluglärmbelastung abgewendet werden können, ist Mazenauer überzeugt. «Wir nehmen für uns in Anspruch, dass dank jener Beschwerde die prosperierende, bauliche Entwicklung ab 2003 in den Flugplatzgemeinden erst ermöglicht worden ist und der Schutzverband damit einen wesentlichen Beitrag zur volkswirtschaftlichen Entwicklung des Kantons Nidwalden geleistet hat», sagt er.

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