Flugplatz Buochs wird in Etappen modernisiert

Die Infrastruktur Flugplatz Buochs soll etappenweise erneuert werden. Der Kontrollturm und die Sicherheitseinrichtungen müssen bis Ende Jahr modernisiert sein.

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Kontrollturm auf dem Flugplatz Buochs. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Kontrollturm auf dem Flugplatz Buochs. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Nidwaldner Regierungsrat informierte am Mittwoch über die neusten Entwicklungen im Flugplatzdossier. Dabei warf er der Kooperation vor, notwendige Unterschriften nicht geleistet zu haben, weshalb das Plangenehmigungsdossier für den Kontrollturm und die Sicherheitseinrichtungen nun in abgeänderter Form eingereicht werden müsse.

Etappenweise Erneuerung

Aufgrund der durch die Nichtunterzeichnung veränderten Ausgangslage traf sich der Regierungsrats-Ausschuss mit den Verantwortlichen der skyguide und des BAZL. Dabei einigten sich die Parteien auf eine etappierte Erneuerung der Infrastruktur. Die wichtigsten sicherheitstechnischen Massnahmen, nämlich die Modernisierung des Kontrollturms und der Steuerungseinrichtungen für bestehende Barrieren, die Beleuchtung und der Funk, müssen nun bis Ende März 2011 eingereicht und bis spätestens Ende 2011 umgesetzt werden. Damit dies in der kurzen Frist möglich ist, wird eine Variante realisiert, die ohne Beanspruchung von Korporationsland umgesetzt werden kann.

Neues Konzept nötig

Das laufende Verfahren, welches das Betriebsreglement, den Betankungsplatz und die Zelthangare umfasst, wird von der Gesuchstellerin Airport Buochs AG (ABAG) in einvernehmlicher Absprache mit dem BAZL teilweise zurückgezogen und in überarbeiteter Form neu eingereicht. Grund dafür ist die in der Zwischenzeit erfolgte Entklassifizierung der Flugplatzdokumente (Sleeping Base) und die damit verbundenen neuen Erkenntnisse, welche eine Neukonzeption des geplanten Projektes, insbesondere des Betankungsplatzes, notwendig machen. Für die Einreichung dieses Dossiers erhält die ABAG nun maximal zwei Jahre Zeit.

pd/bep

Reaktion

«Die drei Genossenkorporationen Buochs, Ennetbürgen und Stans sind erstaunt über die Darstellung des Nidwaldner Regierungsrats, dass die Verantwortung für die verfahrene Situation rund um den Flugplatz Buochs den Genossenkorporationen zugeschoben wird. Die drei Genossenkorporationen haben seit Beginn der Verhandlungen rund um dem Rückkauf des Flugplatzes Buochs jederzeit die Zustimmung zum Plangenehmigungsverfahren zugesichert, wenn die Fragen zu den zukünftigen Grundeigentumsverhältnissen und zur konkreten Ausgestaltung des zukünftigen Flugplatzes beantwortet sind. Auf diese Fragen hat der Regierungsrat trotz jahrelangen Verhandlungen bis heute keine Antwort.

Als Nachbarn des Flugplatzes Buochs und Vorkaufsberechtigte sind die drei Genossenkorporationen von Anfang an in die Verhandlungen rund um den Rückkauf des ehemaligen Militärflugplatzes mit einbezogen worden. Allerdings ist die Angelegenheit rund um den Rückkauf der vom Bund nicht mehr gebrauchten Flächen und die zukünftige Nutzung des ehemaligen Militärflugplatzes weit komplexer, als dies vom Regierungsrat des Kantons Nidwalden heute dargestellt wird.»

pd