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Flugzeugabsturz in Hergiswil hätte fast Grossbrand ausgelöst

Wäre der Flugzeugabsturz ob Hergiswil, bei dem am Samstag eine vierköpfige Familie ums Leben kam, nur wenige Meter östlich der Absturzstelle passiert, hätte es zu einem verheerenden Brand kommen können.
Philipp Unterschütz
Die Absturzstelle ob Hergiswil. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Die Absturzstelle ob Hergiswil. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Der Start in die Ferien in Frankreich endet in einer Tragödie. Bei einem Flugzeugabsturz beim Renggpass oberhalb von Hergiswil kam am Samstagvormittag eine vierköpfige Familie aus der Region ums Leben. Warum es zum Unglück kam, muss vorerst offen bleiben. «Wir haben zwar etliche Zeugenaussagen erhalten. Zu neuen Erkenntnisse führen diese aber noch nicht», erklärt Lorenz Muhmenthaler, Leiter der Nidwaldner Verkehrs- und Sicherheitspolizei auf Anfrage. Für die Untersuchung sei jetzt die Bundesanwaltschaft in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (Sust) zuständig. «Diese werden die Aussagen verifizieren, prüfen und auswerten.» Die Polizei suche aber weiterhin noch Zeugen. Der grösste Teil der Bergungsarbeiten der teilweise weit verstreuten Flugzeugteile sei am Samstag bis 18 Uhr abgeschlossen gewesen.

Bestätigen kann Muhmenthaler, dass es sich beim Umglücksflugzeug um eine Socata Tobago TB-10 mit fünf Plätzen und der Immatrikulationsnummer HB-EZW handelte. Diese gehörte der Motorfluggruppe Pilatus, die in Kägiswil stationiert ist. Die Gruppe hat aus Trauer um die Verunfallten ihre Webseite offline geschaltet.

Obwohl es mittlerweile ein offenes Geheimnis ist, wollten gestern weder die Kantonspolizei Nidwalden noch der Sprecher der Pilatus Flugzeugwerke offiziell bestätigen, dass es sich beim Piloten des verunglückten Flugzeugs um den Chefpiloten der Pilatus Flugzeugwerke handelt.

Nur knapp am verheerenden Waldbrand vorbei

Die Feuerwehr hatte den Brand bei der Absturzstelle am Samstagvormittag relativ rasch unter Kontrolle gebracht. Das Unglück hätte aber leicht zu einem verheerenden Grossbrand führen können. Unmittelbar bei der Absturzstelle, die in sehr stotzigem Gebiet liege, bestehe die Vegetation aus Laubbäumen, erzählt auf Anfrage Toni Käslin, Feuerwehrinspektor von Nid- und Obwalden. Zwar sei der Boden in Brand geraten und auch die unteren Äste der Laubbäume in etwa 7 bis 8 Metern Höhe. Weil das Laub aber nicht dürr war, konnte sich das Feuer nicht so schnell ausbreiten. «Nur rund 50 Meter daneben stehen Tannen mit dürren Ästen. Diese hätten wie Fackeln gelodert. Das wäre schwierig geworden», sagt Käslin. Glücklicherweise sei der Löschhelikopter schnell vor Ort gewesen. «Es hat sich bewährt, dass wir das Alarmdispositiv wegen des geltenden Feuerverbots erhöht haben», so der Feuerwehrinspektor weiter.

Insgesamt waren rund 80 Angehörige der Feuerwehr Hergiswil und der Stützpunktfeuerwehr Stans im Einsatz. Zum Unglücksort habe man nur eine minimale Anzahl speziell ausgesuchter Leute geschickt. «Sie mussten geländetauglich sein und insbesondere mit den schlimmen Bildern umgehen können, die vor Ort zu erwarten waren», sagt Toni Käslin. Man habe deshalb insbesondere Leute von der Strassenrettung der Stützpunktfeuerwehr Stans geschickt, die Erfahrung mit schlimmen Unfällen und ihren Folgen hätten. Als erster sei der Pächter des nahen Landwirtschaftsbetriebes vor Ort gewesen, danach die Polizei. Die Feuerwehr habe mit Motorsägen den Weg zum Unfallort frei geschnitten und sofort die Zufahrtsstrassen weiträumig gesperrt. Man habe allerdings kaum Schaulustige abweisen müssen.

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