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Franz Arnold bleibt sich selber treu

Endspurt für die neue CD von Franz Arnold’s Wiudä Bärg. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die Tournee. Für den Sänger ist in dieser Situation vor allem eines gefragt: Geduld.
Beat Christen
Franz Arnold bei einer öffentlichen Probe im Sommer in Oberdorf. (Bild: André A. Niederberger (10. Juli 2018))

Franz Arnold bei einer öffentlichen Probe im Sommer in Oberdorf. (Bild: André A. Niederberger (10. Juli 2018))

Wieder einmal tigert Franz Arnold durch das Tonstudio. Es ist nicht das erste Mal an diesem Tag. Produzent Tommy Mustac nimmt dies mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. Zu gut kennt er den Sänger und vor allem auch seine Ungeduld. Und da sind noch die Ansprüche, die Franz Arnold an sich selber stellt. «Ich kann zwar von den Erfahrungen der beiden ersten CD-Produktionen profitieren, doch es fängt alles wieder bei null an. Das ist beim Schreiben eines Songs so und auch jetzt bei den Aufnahmen. Man kann nichts erzwingen», lautet die Erkenntnis eines Mannes, der von sich selber sagt, ein Stimmungsmensch zu sein und seinen Hang zum Perfektionismus nicht verleugnet.

Franz Arnold hat sich während der einjährigen Schaffenspause mit seiner Band Wiudä Bärg viele Fragen gestellt. So auch nach der Richtung der neuen CD. Schnell war er sich jedoch im Klaren darüber, dass er in dem schnelllebigen Musikbusiness keinem Trend nachrennen wird. «Das wäre nicht mehr ich. Bei jedem meiner neuen Songs will ich in den Spiegel blicken und dabei mich wieder erkennen.» Melodien mit Ecken und Kanten, wie sie der Sänger auch hat. Balladen fehlen nicht, da gibt es aber auch Stücke, bei denen Franz Arnold seine rockige Seite zeigt. Und beim Stück «Mathilda» sind sogar Reggae-Einflüsse hörbar. Eine Konstante zu den beiden Vorgänger-Tonträgern ist geblieben. Die Texte sind gradlinig, erdig und dem Leben entnommen. Der Sänger erzählt dabei Geschichten, die von allen verstanden werden. Die Texte zeigen aber auch auf, was für ihn im Leben wichtig ist. Eine gute Freundschaft beispielsweise, die man sich nicht mit irdischen Gütern erkaufen kann.

Band geht den umgekehrten Weg

Wer Franz Arnold kennt, weiss, dass er ab und zu für Überraschungen zu haben ist und auch mal sämtliche Normen über den Haufen wirft. Normal ist, dass ein Künstler seine neue CD auf den Markt bringt und dann auf Tournee geht. Was macht Franz Arnold? Genau das Gegenteil. Er geht zuerst mit Wiudä Bärg auf Tournee, die am 1. November in Altdorf beginnt und unter anderem auch nach Zug und Hochdorf führt. Am 3. November machen er und seine Mitstreiter in der Aula Cher in Sarnen Halt.

Gespannt wie ein Pfeilbogen sei er, wie die Fans aus Nidwalden und Obwalden auf seine neuen Lieder reagieren werden. «An einem Konzert bekommst du von den Besuchern die ungeschminkte Antwort, ob sie einen Song mögen oder nicht.» Vielleicht ist es diese zusätzliche Ungewissheit, die Franz Arnold momentan mehr als notwendig durch das Tonstudio tigern lässt. Vielleicht aber auch die Tatsache, dass er die Messlatte an seine neue CD selber sehr hoch angesetzt hat. Sei es wie es ist. In weniger als einem Monat wird Franz Arnold die Antworten auf all die vielen Fragen haben. Und auch die Fans wissen dann, wie sich Wiudä Bärg in der Zwischenzeit weiterentwickelt hat. Für das Konzert in Sarnen gibt es im Vorverkauf noch Tickets.

Franz Arnold’s Wiudä Bärg wird den Fans die neuen Songs exklusiv vor der CD-Erscheinung präsentieren: 1. November in Altdorf, 2. November in Zug, 3. November in Sarnen und 17. November in Hochdorf. Infos und Vorverkauf: www.wilderberg.ch

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