Stanser Frohsinn ist bereit für die Fasnacht

Die Fasnachtsgesellschaft widmet sich dem Wilden Westen – und fordert damit die Guuggen heraus.

Richard Greuter
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Erich I. und Conny Helfenstein nach ihrer Inthronisation.

Erich I. und Conny Helfenstein nach ihrer Inthronisation.

Bild: Richard Greuter (Stans, 26. Januar 2020)

«Wir freuen uns auf eine unvergessliche Fasnacht 2020.» Mit diesen und weiteren Worten erklärte Erich I. kurz nach seiner Inthronisation die kommende Fasnacht als eröffnet. Mit ihrem Motto «Shot of Glory: Wild West im Goldrauch» zeigen Erich I. und Conny Helfenstein, dass sie dem Wilden Westen und insbesondere der Country-Musik verfallen sind. Auf die Frage nach Country-Klängen von den Guuggen sagte Conny Helfenstein kürzlich: «Cool wäre es schon.» Die Guuggen sind also gefordert.

Im vergangenen Jahr besuchte das Paar das grösste Country-Festival in Kalifornien. «Da hat mich Erich begleitet», so Conny Helfenstein, «und jetzt begleite ich ihn.» Mit dabei war bei der Inthronisation auch das befreundete Paar Willy und Alice Gut aus Engelberg. In Wild-West-Outfit gekleidet bestand ihre Aufgabe darin, das neue Frohsinnpaar in ihr neues Amt einzusetzen. Eingekleidet in ihr feierliches Gewand wurde das Paar von ihren Töchtern Ria und Lena.

Ausschliesslich auf einheimisches Bier setzen

In seiner Eröffnungsrede kam Erich I. auf eines der wichtigsten Elemente der Fasnacht zu sprechen: dem Lachen. Dabei liess er seinen Beruf als Lungenarzt durchblicken. «Das Lachen ist ein unheimlich komplexer Ablauf.» Es aktiviere 300 Muskeln und steigere den Gasaustausch in der Lunge um ein Dreifaches. Mit seinem Jahresrezept, vor und nach dem Essen zu lachen, liessen sich Krankenkassenkosten sparen. In seiner Proklamation verlangte der Langstreckenläufer, dass sich der Frohsinn CO2-neutral verhalte, nur noch mit Zug und Velo unterwegs sei und ausschliesslich einheimisches Bier konsumiere.

Erstmals fand die Inthronisation in der Turmatthalle statt. Eröffnet wurde sie mit Fanfarenklängen nach einem strengen Ritual. Dabei begrüsste Präsident Sören Schwitzky viele Gäste und zahlreiche befreundete Zünfte aus verschiedenen Kantonen, denen er einen Frohsinn-Betreuer zur Seite stellte. Doch schon bald galt sein Blick dem noch amtierenden Frohsinnvater Marlon I. «Heute ist deine Herrscherzeit vorbei», sagte ihm Schwitzky. Das nahm Marlon I. mit stoischer Ruhe entgegen.

«Es geht manchmal schneller, als man denkt», sagte Marlon I., bevor ihm seine Insignien abgenommen wurden. In einer kurzen Abschiedsrede liess er die vergangene Fasnacht nochmals Revue passieren und berichtete von einer wunderschönen und unvergesslichen Zeit.

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