Führungswechsel an der Spitze der Landeskirche Nidwalden

Nach acht Jahren hat Klaus Odermatt das Präsidentenamt im Kleinen Kirchenrat der Landeskirche weitergegeben. Das ist nicht der einzige Wechsel in diesem Gremium.

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Der scheidende Präsident Klaus Odermatt (links) und Nachfolgerin Monika Rebhan Blättler zusammen mit dem neuen Sekretär Daniel Amstad. (Bild: PD)

Der scheidende Präsident Klaus Odermatt (links) und Nachfolgerin Monika Rebhan Blättler zusammen mit dem neuen Sekretär Daniel Amstad. (Bild: PD)

Die römisch-katholische Landeskirche des Kantons Nidwalden hat eine neue Führung. Der Grosse Kirchenrat hat an seiner Sitzung vom Montagabend Monika Rebhan Blättler aus Kehrsiten zur neuen Präsidentin gewählt. Sie folgt auf Klaus Odermatt, der dem Kleinen Kirchenrat 16 Jahre angehörte und diesen zuletzt acht Jahre leitete. Neu im Kleinen Kirchenrat sind Monika Dudle-Ammann (Vizepräsidentin) und Erich Amstutz, das Dekanat vertritt neu Arthur Salcher. Geschäftsstellenleiter Daniel Amstad ist neu Sekretär der Landeskirche und löst Judith Duft in diesem Amt ab.

«Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe», sagt Monika Rebhan Blättler. «Ganz wichtig ist mir, das Miteinander im dualen System der Pastorale und der Landeskirche weiter zu stärken.» Für die kommende Legislatur wünscht sie sich mit den Kaplaneien und Pfarreien sowie den Kirch- und Kapellgemeinden eine offene Gesprächskultur, wertschätzende Zusammenarbeit sowie gemeinsames Engagement. Die 57-Jährige ist seit 2012 Mitglied des Kleinen Kirchenrates. Sie ist Kapellrätin von Kehrsiten und dort für die Finanzen zuständig. Beruflich leitet sie die Geschäftsstelle der katholischen Kirchgemeinde Cham-Hünenberg.

«Bistumssituation wachsam im Auge behalten»

Monika Rebhan Blättler dankte ihrem Vorgänger für sein grosses Engagement für die Landeskirche. Klaus Odermatt war unter anderem verantwortlich für die Überarbeitung des Finanzgesetzes und hat sich erfolgreich für eine gesunde Finanzlage der Landeskirche eingesetzt. Stark engagiert hat er sich im Bereich der Migrantenseelsorge. «Neben all den operativen Tätigkeiten war es ihm immer ein Anliegen, die Bistumssituation wachsam im Auge zu behalten und wenn nötig zu intervenieren», würdigte Rebhan Blättler. «Ich war gerne für die Landeskirche tätig und schätze das duale System», sagte Klaus Odermatt.

Vor der Sitzung des Grossen Kirchrats wurden zudem 13 neue Mitglieder vereidigt. Sie waren im Frühling ins Kirchenparlament gewählt worden. (pd/red)

Vielseitiges Wirkungsfeld

Die römisch-katholische Landeskirche ist die staatskirchenrechtliche Organisation der Nidwaldner Katholiken und vertritt diese gegenüber staatlichen und kirchlichen Behörden. Sie besteht aus dem Grossen Kirchenrat mit 40 Mitgliedern (Legislative). Aus ihm werden die 7 Mitglieder des Kleinen Kirchenrates (Exekutive) gewählt. Die Landeskirche unterstützt Werke der Seelsorge, des sozialen Wirkens, der religiösen Bildung und Kultur, die den Bereich der Kirchgemeinden überschreiten. (pd)