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Fürstliches Frühstück

Blitzlicht
Adrian Venetz
Adrian Venetz, Redaktor. (Bild: Corinne Glanzmann (Neue NZ))

Adrian Venetz, Redaktor. (Bild: Corinne Glanzmann (Neue NZ))

Unser Kolumnist Christian Hug hielt jüngst in dieser Zeitung fest: «Wenn du Ärger vermeiden willst, dann schreibe niemals über Hunde, Geld oder Gott.» Nachdem er sich dennoch wagemutig zu Gott geäussert hat, nehme ich diesen Steilpass auf und schreibe über Geld und Hunde. Ebenfalls in unserer Zeitung war vor einer Woche zu lesen: «Für Haustiere werden oft keine Kosten gescheut – besonders bei deren Ernährung.» Hier muss ich ein Wörtchen mitreden. Als zweifacher Hundehalter bleibt mir nämlich nichts anderes übrig, als keine Futterkosten zu scheuen. Das Zeug ist schweineteuer.

In der Migros gibt es getrocknete Fischstücke für Hunde. Meine beiden kriegen jeden Morgen nach dem Spaziergang eins. Sie geraten in Ekstase, wenn ich nur schon in die Nähe dieser Plastikdose gehe. Und lässt man die Dose für einige Sekunden offen, riecht es in der ganzen Wohnung wie auf einem sizilianischen Fischmarkt. Das Problem: Die 265-Gramm-Dose kostet 9.80 Franken. Kein Witz! Ich zähle mal einige Nahrungsmittel auf, die – umgerechnet auf 100 Gramm – in der Migros günstiger zu haben sind: Rindsplätzli, Bio-Bratwürste, Schweinekoteletts, Straussensteaks, Räucherlachs, Forellenfilets, Crevetten, geräucherte Makrelen. Von Cervelats und Fischstäbchen reden wir gar nicht erst.

Ich habe mehrmals versucht, meine Hunde auf die Problematik anzusprechen: dass sie mich in den Ruin treiben. Und dass es billiger wäre, wenn ich ihnen zum Frühstück marinierte Spareribs oder Lachsbrötchen auftischen würde. Aber an eine sachliche Diskussion ist nicht zu denken. Sobald die Fischstücke thematisiert werden, verlieren meine Hunde jeglichen Sinn für Vernunft. Viele Alternativen gibt es nicht. Mit ähnlichem Enthusiasmus verzehrten sie getrocknete Schweineohren, ebenfalls saumässig teuer. Die Migros hat die Ohren aber aus dem Sortiment genommen. Weiss Gott, warum.

Adrian Venetz

adrian.venetz@obwaldnerzeitung.ch

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