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Für den kurzen Tunnel in Hergiswil ist viel Geduld gefragt

Der Bund hat für den Spurausbau der Zentralbahn bis Hergiswil Matt grünes Licht gegeben. Bis zur durchgehenden Doppelspur durch den Tunnel dürfte es aber noch Jahre dauern.
Matthias Piazza
Die Zentralbahn bei der Station Hergiswil-Matt: Hier wird die Doppelspur um 750 Meter verlängert. (Archivbild: Neue NZ, Robert Hess)

Die Zentralbahn bei der Station Hergiswil-Matt: Hier wird die Doppelspur um 750 Meter verlängert. (Archivbild: Neue NZ, Robert Hess)

«Jetzt spricht niemand mehr vom versprochenen kurzen Tunnel, um das Dorf Hergiswil vom Zugsverkehr zu entlasten, obwohl der damalige Baudirektor vor vier Jahren festhielt, dass die Doppelspur nur bewilligt werden dürfe, wenn gleichzeitig eine Garantie für den Bau des Tunnels vorliege.» So reagierte Maurus Adam, Präsident der «IG Lärm weg», Anfang Juli gegenüber unserer Zeitung auf die Meldung der Zentralbahn, dass der Bund nun grünes Licht für die Doppelspur erteilt hat.

Zweispuriger Tunnel ist nicht nötig

Der Doppelspurabschnitt ab Haltiwaldtunnel wird um 750 Meter bis zur Haltestelle Hergiswil Matt verlängert. Die Linienführung wird an einigen Stellen begradigt und es werden Brücken erneuert. Auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2019 wird die sanierte S-Bahn-Haltestelle Hergiswil Matt wieder in Betrieb genommen.

Die bis zu 16 Züge stündlich müssen ab Matt weiterhin über den einspurigen Abschnitt nach Hergiswil fahren – diese Strecke führt mitten durchs Dorf. Das ändert sich auch in den nächsten Jahren nicht, wie eine Anfrage beim Kanton ergab. «Wir haben festgestellt, dass wir den zweispurigen Tunnel für den nächsten Angebots-Ausbauschritt nicht brauchen», sagt Hanspeter Schüpfer, Leiter der Fachstelle öffentlicher Verkehr beim Kanton Nidwalden. Der geplante Halbstundentakt des Interregios Luzern–Engelberg könne ab etwa 2025 umgesetzt werden, wenn die Doppelspur in Hergiswil Matt ende.

Tunnelprojekt kostet rund 230 Millionen Franken

Darum werde der Bund das Hergiswiler Tunnelprojekt mit Kosten in der Höhe von schätzungsweise 230 Millionen Franken noch nicht in den Ausbauschritt 2030/35 aufnehmen, meint Schüpfer weiter. Der Aspekt des Lärms spiele dabei eine untergeordnete Rolle. Zudem habe die Zentralbahn mit verschiedenen Massnahmen die Lärmbelastung durch ihre Züge in der vergangenen Zeit bereits gesenkt.

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