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FUSSBALL: Buochser rüsten sich für das Cup-Fest

Der SC Buochs stellt sich auf den Knüller seiner Geschichte ein. Ein Cup-Sieg gegen St. Gallen wäre die Sensation. Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort.
Matthias Piazza
Bereits in Feierlaune: Ernst von Büren, Präsident des SC Buochs, gestern Abend im Stadion Seefeld. (Bild Corinne Glanzmann)

Bereits in Feierlaune: Ernst von Büren, Präsident des SC Buochs, gestern Abend im Stadion Seefeld. (Bild Corinne Glanzmann)

Heute in einer Woche steht das Buochser Seefeld wieder im Scheinwerferlicht der Fussballnation. Der SC Buochs (2. Liga inter) spielt im Cup gegen den Super-League-Vertreter FC St. Gallen. Vereinspräsident Ernst von Büren freut sich auf ein Fussballfest der Superlative. «So eine Begegnung stellt alles Bisherige in unserer Vereinsgeschichte in den Schatten.» Mit dem Erreichen der Viertelfinals schaffte der 80-jährige Verein eine Premiere. Entsprechend gross ist die Vorfreude. «Nicht nur in Buochs, sondern im ganzen Kanton werden wir auf den Match angesprochen», so von Büren. «Viele haben uns versprochen, sich das Spiel im Stadion anzusehen, auch solche, die sonst nie an einen Match kommen.»

Realistische sportliche Ziele

Eine Fanmeile mit Verpflegungsständen und dem ausgestellten Cup-Pokal erwartet die Besucher. Eine Zusatztribüne mit 600 Plätzen wird aufgebaut. Rund 3000 Besucher werden erwartet. «Wir sind auf einem guten Weg. Bereits 1500 Billette sind verkauft. Bei trockenem und schönem Wetter rechnen wir noch mit vielen Kurzentschlossenen.»

Angesprochen auf die sportlichen Ziele, bleibt Ernst von Büren am Boden: «Wenn man als Amateurverein gegen einen Profiklub antritt, muss man realistisch sein. Wir setzen uns nicht unter Druck. Unsere Mannschaft soll das Spiel geniessen.» Selbstverständlich würden die Buochser trotzdem alles geben. «Wir wollen eine gute Gattung machen und sind optimal vorbereitet. Gegen eine Überraschung wie im September beim Sieg gegen YB hätten wir natürlich gar nichts.» Ob mit oder ohne Sieg: Solche Prestigeauftritte beflügeln den Verein – und auch das Umfeld. «Wir konnten viele neue Sponsoren gewinnen, was auch eine ideelle Unterstützung bedeutet.» Die Kosten des Anlasses teilen sich die beiden Clubs hälftig auf. Besuchen 3000 Zuschauer das Spiel, seien die Kosten gedeckt.

Erinnerungen an YB-Spiel

Schiefgehen könne eigentlich nichts mehr – ausser das Wetter mache den Fussballern einen Strich durch die Rechnung. «Bei Schnee müssen wir das Spiel um eine Woche verschieben. Wir entscheiden am Vortag. Aber wir hoffen, dass Petrus auf unserer Seite ist», lacht Ernst von Büren. Die Flutlichtanlage wurde ebenfalls erst kürzlich überprüft und halte den Anforderungen stand. Grossgeschrieben wird die Sicherheit. Zusammen mit der Polizei, dem Schweizerischen Fussballverband und dem FC St. Gallen wurde ein Sicherheitsdispositiv aufgebaut. Dazu gehören auch zusätzliche Fluchtwege. Erinnerungen an die Zwischenfälle nach dem Spiel Buochs gegen YB vom September kommen hoch. Damals betraten einzelne der rund 400 YB-Fans den Platz, es kam zu Keilereien. Auslöser waren Schmährufe von Buochser Seite. «Solches Verhalten, das übrigens strafrechtliche Massnahmen nach sich zog, verurteile ich aufs Schärfste», betont von Büren. Platzwarte sollen diesmal dafür sorgen, dass keine Zuschauer mehr den Platz betreten. Ansonsten sei er zuversichtlich, dass sich die Fans korrekt verhalten. Daran soll auch der kürzliche Zwischenfall in St. Gallen nichts ändern. FCL-Fans trieben vor dem Auswärtsspiel ihres Teams einen als Juden verkleideten Mann mit St.-Galler-Schal «juxmässig» durch die Strassen. Und es ist gut möglich, dass auch Luzerner nach Buochs reisen, da der FCL an jenem Abend nicht spielt und der Anfahrtsweg kurz ist.

Fans werden vorgängig getrennt

Die Kantonspolizei Nidwalden jedenfalls ist mit einem Grossaufgebot vor Ort. «Das Spiel bringt eine gewisse Gefahrenlage mit sich», hält Kommandant Jürg Wobmann fest. «Um eine Konfrontation zu verhindern, werden wir die einheimischen und die Gästefans strikt voneinander trennen.» Das beginnt schon bei den Zufahrten. Die Buochser Matchbesucher werden über Buochs zum Seefeld geleitet, die St. Galler über Ennetbürgen. Etwas Sorgen bereitet Jürg Wobmann der mögliche Aufmarsch von Luzerner Fans. «Umso wichtiger ist die Trennung zu den St. Gallern, um jegliche Provokationen verhindern zu können.»

Hinweis

Viertelfinal SC Buochs - FC St. Gallen, 4. März, 20 Uhr, Stadion Seefeld. Stehplatz 20 Franken, für Jugendliche bis 16 Jahren 10 Franken (Sitzplätze sind ausgebucht). Internet: www.scbuochs.ch

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