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Gästerekord auf dem Stanserhorn

In ihrer Jubiläumssaison zog die Stanserhorn-Bahn mehr Besucher an als je zuvor. Trotzdem war sie nur zu 50 Prozent ausgelastet. Ein gutes Resultat für eine Bergbahn, sagt der Direktor im Interview.
Interview: Franziska Herger
Die Cabrio-Bahn schwebt auf das Stanserhorn. (Bild: (Pius Amrein (Stans, 27. Juli 2018))

Die Cabrio-Bahn schwebt auf das Stanserhorn. (Bild: (Pius Amrein (Stans, 27. Juli 2018))

212 872 Gäste besuchten dieses Jahr das Stanserhorn: Damit hat die Stanserhorn-Bahn, deren 125-Jahr-Jubiläumssaison am Sonntag zu Ende ging, ihren früheren Besucherrekord (186000 Gäste im 2015) um Längen geschlagen. Knapp 1500 Gäste kamen am Sonntag zur Uistrinket auf dem Stanser Hausberg zusammen. Wie geht es weiter für die weltweit einzige Cabrio-Bahn? Direktor Jürg Balsiger blickt im Gespräch mit unserer Zeitung zurück und in die Zukunft.

Jürg Balsiger, Direktor der Stanserhorn-Bahn. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 9. April 2018))

Jürg Balsiger, Direktor der Stanserhorn-Bahn. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 9. April 2018))

Jürg Balsiger, wie kam es zu dem Gästerekord?

Mehrere Faktoren haben zusammengespielt, allen voran das tolle Wetter. Einen Sommer wie 2018 hatten wir noch nie. Aber auch die Jubiläumsaktivitäten, etwa die Jubiläumsbriefmarke oder das Stanserhorn-Fest, führten dazu, dass die Bahn oft in aller Munde war. Und das Jubiläumsbillett für 12.50 Franken lösten bis Ende Juni allein 13 000 Gäste.

Kam die Bahn im Rekordjahr an ihre Kapazitätsgrenzen?

Nein. Unser Auslastungsgrad lag bei rund 50 Prozent, was für eine Bergbahn sehr gut ist. Dank dem guten Wetter hatten wir nie einen Spitzentag wie in anderen Jahren, als nach drei Wochen Schlechtwetter alle auf einmal aufs Stanserhorn wollten. Wunderbar war der Blutmond Ende Juli, als wir erstmals an einem Abend 800 Gäste bei uns begrüssen durften.

Ist in Sachen Besucherzahlen nun eine neue Messlatte gesetzt? Oder rechnen Sie für nächstes Jahr mit Zahlen wie 2017, als nach zwei ausgezeichneten Jahren noch knapp 164 000 Gäste aufs Stanserhorn kamen?

Wir rechnen für nächstes Jahr nicht wieder mit so vielen Gästen wie 2018 und schon gar nicht mit mehr. Mit der Inbetriebnahme der Cabriobahn 2012 steigerten sich die Besucherzahlen um rund 40 Prozent. Diesen Anstieg langfristig zu halten ist unser Ziel. Doch am Ende entscheidet das Wetter. Dieses vorauszusehen wäre Kaffeesatzlesen.

Viele Berggebiete stehen im Spannungsfeld zwischen Landschaftsschutz und Investitionsdruck, um Touristen anzuziehen – Stichwort Rigi und die Petition «Nein! Zu Rigi-Disney-World» gegen dortige Ausbaupläne. Wie geht die Stanserhorn-Bahn mit diesem Spagat um?

Dieses Problem stellt sich für uns weniger, da unsere Gäste mehrheitlich Individualtouristen sind. Von Frühling bis Herbst täglich von acht bis vier Uhr mit vollen Bähnchen zu fahren, ist nicht unser Ziel. Dafür müssten wir vor allem auf die internationalen Märkte setzen und auf asiatische Reisegruppen. Diese sind aber nicht unsere Hauptzielgruppe: 85 Prozent unserer Gäste sind Schweizer Tagesausflügler. Dazu kommt, dass wir nach der Investition in die Cabrio-Bahn erst wieder finanziell erstarken müssen. Änderungen sind angedacht, etwa beim Gastrokonzept im Drehrestaurant. Aber in den nächsten paar Jahren sind noch keine konkreten Massnahmen zu erwarten.

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