GASTRONOMIE: Viele Wirte verrechnen «Hahnenburger»

Bestellt ein Gast in einer Beiz nur Hahnenwasser, zahlt er meistens dafür. Ob Cola oder Wasser, der Aufwand sei derselbe, sagen die Wirte.

Drucken
Teilen
Zum Kaffee gibts das Glas Wasser meist gratis dazu. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Zum Kaffee gibts das Glas Wasser meist gratis dazu. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Ein Glas Wasser als «Geschenk» zum Kaffee oder Wein – so machen es viele Restaurants in Nid- und Obwalden. Die meisten verlangen vom Gast aber etwas, wenn er als einziges Getränk Hahnenwasser verlangt.

«Der Aufwand ist für unser Personal nicht kleiner. Dem Gast wird das Glas gebracht, wieder geholt und abgewaschen. Die Dienstleistung ist dieselbe. Und schliesslich kostet uns das Wasser ebenfalls etwas», sagt Romy Schwalbach vom Restaurant Sternen in Stans. Dies akzeptieren die Gäste – und zahlen ohne Murren fürs Glas «Hahnenburger», hat die «Sternen»-Wirtin die Erfahrung gemacht.

«Wirte sollen die Vernunft walten lassen»
«Die Leute finden sogar gut, dass wir dafür etwas verlangen», erzählt Edy Gabriel vom Restaurant Nidair in Ennetbürgen. Wenn man dem Gast aufzeige, warum er für Leitungswasser zu bezahlen hat, seien kaum Reklamationen zu befürchten, so der Grundtenor. Das «Nidair» und andere Gastwirtschaften haben die Preise fürs Hahnenwasser in der Getränkekarte deklariert. Diese sind im Vergleich zum üblichen Mineralwasser deutlich tiefer angesetzt.

«Wir überlassen es den Wirten selbst», sagt Urs Emmenegger, Präsident von Gastro Nidwalden (Glasirestaurant Adler, Hergiswil). Bei der Frage, ob und wie viel Gäste fürs Leitungswasser zahlen müssen, appelliert er aber an seine Kollegen, «die Vernunft walten zu lassen».

Oliver Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner Zeitung.