Gebrüder Leuthold investieren in die Zukunft

Max und Paul Leuthold übergeben die Geschäftsführung der Bürener Firma Gebrüder Leuthold Metallbau AG an ihren langjährigen Mitarbeiter Patrick Gasser. Und auf dem Dach des Unternehmens installierten sie bereits eine Solaranlage.

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Die Geschäftsleitung der Gebrüder Leuthold Metallbau AG, von links: Paul Leuthold, Patrick Gasser und Max Leuthold.

Die Geschäftsleitung der Gebrüder Leuthold Metallbau AG, von links: Paul Leuthold, Patrick Gasser und Max Leuthold.

Bild: PD

(pd/sez) Auf dem 18'000 Quadratmeter grossen Firmenareal in der Industrie Hofwald 1 in Büren steht seit Kurzem eine Solaranlage auf dem Dach. Mit einer Leistung von 50 kWp produziert die Firma ihren Strom selbst und beweist damit zusammen mit der Grundwasserwärmepumpe, dass die Umwelt den Inhabern am Herzen liegt. Die Fotovoltaikanlage ist aber auch Sinnbild für die Investitionen in die Zukunft. Max und Paul Leuthold, 61- und 63-jährig, stellen per 1. Januar 2021 Patrick Gasser als Geschäftsführer an. Die Brüder bleiben vorerst im Betrieb tätig.

Der 44-jährige Gasser arbeitet seit 2004 in der Firma und hat sich dank Aus- und Weiterbildungen sowie seinem Engagement seit einiger Zeit als möglicher Nachfolger herauskristallisiert. «Wir haben beide Kinder, welche sich aber in andere Richtungen orientieren. Umso schöner ist es, mit Patrick einen Geschäftsführer in den eigenen Reihen gefunden zu haben», freut sich Max Leuthold. Gasser möchte die Metallbau AG mit 25 Mitarbeitenden inklusive drei Lernenden so erfolgreich weiterführen wie seine Vorgänger. «Es ist mir ein grosses Anliegen, weiterhin qualitative Arbeit zu leisten und für den Namen zu bürgen», sagt der Lungerer.

Viele Projekte in Ob- und Nidwalden

Max und Paul Leuthold blicken auf eine erfolgreiche und erlebnisreiche Zeit als Unternehmer zurück. Sie sind 1987 in die Firma eingetreten und übernahmen sie 1991 von ihrem Vater und ihrem Onkel in der vierten Generation. Schon sehr früh durften sie mitentscheiden und entsprechend Verantwortung übernehmen. Was ihnen wichtig war: Vom ersten Tag an haben sie die Aufgaben und Verantwortlichkeiten aufgeteilt. Das habe zwar ein kompliziertes Organigramm ergeben, doch es habe sich gelohnt. «Über all die Jahre waren wir uns fast immer einig», bestätigt Paul Leuthold. So konnten sie zusammen viele kleine und grosse Projekte verwirklichen – seien es Brandschutzlösungen, Sicherheitstüren, Balkonverglasungen, Garagentore oder Schaufenster. «Wenn ich durch die Kantone Ob-, Nidwalden und Luzern gehe und hier und dort Projekte von uns sehe, macht mich das stolz», sagt Paul Leuthold. Immer wieder mal zog es die Firma aus der Zentralschweiz hinaus – etwa, um in Horgen am Zürichsee 300 eigens konstruierte Türelemente mit komplizierten Brandvorschriften und hohen architektonischen Ansprüchen zu installieren. Max erinnert sich gerne auch an die Erfahrungen, die er als Geschäftsmann machen konnte oder an die vielen guten Kontakte mit den Einheimischen, wie es sie jeweils an der «Iheimisch» ergibt.

Mit gutem Gewissen in die Zukunft

Spricht man über die Gebrüder Leuthold Metallbau AG, kommt man an einem Thema nicht vorbei: dem Buoholzbach. Dieser fliesst neben dem Firmensitz durch und hat die Geschäftstätigkeit fast 15 Jahre lang mitgeprägt. Das einst geplante Hochwasserschutzprojekt hätte die Aussiedlung des Unternehmens zur Folge gehabt. Dank einer guten Lösung haben die Leutholds seit 2019 die Gewissheit, an ihrem Standort bleiben zu können. «Das hat uns die Möglichkeit gegeben, die Zukunftsplanung an die Hand zu nehmen», sagen sie unisono. Mit einem neuen Geschäftsführer und der Solaranlage auf dem Dach kann die Zukunft kommen.