Gefahr eines Felsabbruchs an der Lopperstrasse ist gebannt

Nach einem Steinschlag wurden in Nachtarbeit bei der Kantonsgrenze Obwalden absturzgefährdetes Material und lose Steine beseitigt.

Philipp Unterschütz
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Nächtliche Felsreinigung im Abschnitt Delli bei der Kantonsgrenze Obwalden oberhalb der Lopperstrasse.

Nächtliche Felsreinigung im Abschnitt Delli bei der Kantonsgrenze Obwalden oberhalb der Lopperstrasse. 

Bild: PD

Kurz nach Ostern ist ein Stein aus der hohen Felswand im Gebiet Delli auf die Lopperstrasse gestürzt, glücklicherweise ohne Schaden anzurichten. Die darauf folgende Inspektion mit einem Geologen zeigte aber, dass in diesem Abschnitt unmittelbar vor der Kantonsgrenze Obwalden eine grosse Abbruchgefahr einer Felspartie besteht und deshalb kurzfristig Felsreinigungsarbeiten nötig sind.

In der Nacht vom vergangenen Montag auf Dienstag wurden dort nun diverse Säuberungs- und Reinigungsarbeiten vorgenommen. Der Geologe schätzt das Ausbruchvolumen auf knapp vier Kubikmeter festes Material, welches mit einem Wurzelstock und Humus durchsetzt war. Zugleich wurde auch gleich die ganze Felspartie auf lose Steine überprüft, also eine eigentliche Felsreinigung vorgenommen.

Die Lopperstrasse wird mit Betonelementen und einem Kiesbett geschützt.

Die Lopperstrasse wird mit Betonelementen und einem Kiesbett geschützt.

Bild: PD

Zum Schutz der Strasse wurden Beton-Elemente bei den Leitschranken versetzt und ein Kiesbett auf die Strasse aufgetragen. Zwei Forstarbeiter seilten sich von oben auf die Ausbruchstelle ab und zerlegten die losen Felsbrocken, welche dann wie geplant auf das Kiesbett fielen. Weil die Säuberungsarbeiten bis in die Nacht dauerten, wurde mit einer mobilen Flutlichtanlage gearbeitet. Die Kontrolle bei Tageslicht zeigte, dass das Felsband wieder stabil genug ist und keine spontanen Ausbrüche mehr zu erwarten sind. Nebenbei konnte der Geologe auch auf der Seite des Kantons Obwalden die Felspartien mit Abseillinien auf heikle Stellen überprüfen.

Felsreinigung in der hohen Felswand im Abschnitt Delli bei der Kantonsgrenze Obwalden.

Felsreinigung in der hohen Felswand im Abschnitt Delli bei der Kantonsgrenze Obwalden.

Bild: PD

Dass die heiklen Arbeiten in einer Nacht erfolgreich und unfallfrei abgeschlossen werden konnten, sei vor allem der sehr guten Zusammenarbeit mit den Auftragnehmern und den Mitarbeitern des Strasseninspektorats zu verdanken, betont Kantonsingenieurin Stephanie von Samson auf Anfrage. Und auch dank der Unterstützung der Kantonspolizei und des Strasseninspektorat Obwalden hätte die ganze Aktion kurzfristig und schnell organisiert werden können. 

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