Gemeinde Dallenwil sichert Steinibach

Bei Hochwasser wird der Steinibach in Dallenwil zur Gefahr. Nun stehen umfassende Sicherungsmassnahmen an.

Hören
Drucken
Teilen
Wird mit Natursteinen und Blockrampen verstärkt: der Steinibach in Dallenwil.

Wird mit Natursteinen und Blockrampen verstärkt: der Steinibach in Dallenwil.

Bild: PD

(pd) Ende Dezember fahren im Gebiet Aschart am Steinibach in Dallenwil die Bagger auf. Während der folgenden Monate wird im Abschnitt oberhalb der Hofelibrücke die Sohle durch Sequenzen von kurzen Blockrampen gesichert, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt.

Dass diese Sicherungsmassnahmen im unverbauten Abschnitt notwendig sind, haben gemäss der Mitteilung die zwei aufeinanderfolgenden Hochwasserereignisse im Sommer 2015 aufgezeigt. Während der beiden grossen Gewitterereignissen kam es im Anschluss an die bestehende Wildbach-Sperrentreppe zu massiver Erosion und auf Höhe der Talstation der Wirzweli-Bahn zu grossen Auflandungen. Das viele Wasser konnte nur knapp im Gerinne gehalten werden.

Eine solch unkontrollierte Erosion wird künftig durch die Bachverbauung mit Blockrampen aus Natursteinen verhindert. Der Fuss der Blockrampen wird jeweils tief in den Boden eingebunden und mit Beton verstärkt. Die seitlichen Böschungen werden ebenfalls situativ mit Natursteinblöcken gesichert. Der obere Bereich der Böschungen wird teilweise mit Weiden bestockt oder bewusst der Natur zum Bewuchs überlassen, heisst es weiter.

Aufgrund der hohen Energie des Steinibachs während eines Hochwassers fallen die technischen Massnahmen massiv aus. Diese sind so geplant, dass der Steinibach seinen Wildbach-Charakter sowohl visuell als auch hydraulisch behält. Für die Forellen etwa im Steinibach wird es auch in Zukunft am Fuss der Blockrampen tiefere Becken geben, in welchen sie Unterschlupf finden können.

Bauarbeiten dauern bis Herbst 2020

Die technischen Massnahmen werden grösstenteils wieder mit Bachkiesmaterial überschüttet, sodass zum Schluss der Bauarbeiten von den ausgeführten Massnahmen eine leicht pendelnde Niederwasserrinne und einzelne freigespülte Grossblöcke zu sehen sein werden.

Für das Bauvorhaben müssen grosse Mengen Wuhrsteine und Beton zugeführt werden. Die Baustellenzugänge werden ab der Wiesenbergstrasse sichergestellt. Die Bevölkerung wird gebeten, während aller Bauphasen den ganzen Projektperimeter der Schutzbauten aus Sicherheitsgründen zu meiden. Die Bauarbeiten werden, wetterbedingte Verschiebungen vorbehalten, bis zum Herbst 2020 dauern.