Leserbrief

Gemeinde soll Kräfte bündeln und als Einheit auftreten

Zur Abstimmung über die Einheitsgemeinde in Wolfenschiessen am 27. September.

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Das Modell der Einheitsgemeinde ist schweizweit in über 20 Kantonen erprobt. Der Gemeinderat nimmt die strategische Führung wahr, die Schulpflege leitet die Schule, der Schulleiter übernimmt darin die operative Führung. Dieses System hat sich lange bewährt, ist jedoch inzwischen veraltet.

Wie lange kann sich Wolfenschiessen mit der Schule und Gemeinde zwei separate Verwaltungen, zwei Steuerfüsse, zwei Budgets, zwei Liegenschaftsverwaltungen usw. leisten? Wir sind zwar aktuell in der luxuriösen Situation, dass sich genügend engagierte Wolfenschiesserinnen und Wolfenschiesser für ein Amt im Schul- oder Gemeinderat zur Verfügung stellen. In den zahlreichen Kommissionen und Vereinen gestaltet sich jedoch die Suche nach Vorstandsmitgliedern eher schwierig.

Mit einer einfachen und schlanken Führungsstruktur kann die Gemeinde ihre Kräfte bündeln und als Einheit auftreten. Die Gemeindeverwaltung ist Anlaufstelle für sämtliche Anliegen der Bürger, inklusive Schule. Entscheidungswege werden kürzer, Doppelspurigkeiten können vermieden werden. Auch das Herumschieben von Steuerzehnteln zwischen den beiden Gemeinden würde sich erübrigen.

Hört man sich bei den umliegenden Nid- und Obwaldner Gemeinden mit Einheitsgemeinde um, wird schnell klar: Die Einheitsgemeinde ist schlanker und effizienter. Um diese Gewissheit zu erhalten, ist nur ein «Ja» zur neuen Gemeindeordnung der richtige Weg, um auf all die vom Schulrat Wolfenschiessen ins Feld geführten negativen Punkte eine Antwort zu erhalten.

Carla Zumbühl, Altzellen