Finanzstatistik
Nidwaldner Gemeinden haben besser als erwartet abgeschlossen

Der Rechnungsabschluss aller elf Nidwaldner Gemeinden fällt um insgesamt 10 Millionen Franken besser aus als erwartet. Ein Grund dafür sind Mehreinnahmen bei den Steuern.

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(unp) Die Auswertung der Rechnungsabschlüsse der elf politischen Gemeinden und vier Schulgemeinden im Kanton Nidwalden zeigt ein erfreuliches Bild: Das Ergebnis liegt deutlich über den Erwartungen. Wie die Finanzdirektion mitteilt, weisen die Gemeinden einen operativen Ertrag von total 8,4 Millionen Franken aus. In den vier Orten, die neben politischer Gemeinde auch über eine Schulgemeinde verfügen, wurden die Abschlüsse beider Körperschaften konsolidiert betrachtet.

Gegenüber den Budgets entspricht das Ergebnis einer Verbesserung um 10 Millionen Franken. Die Differenz resultiert aus deutlich höheren Einnahmen bei den Nettosteuern (+ 2,4 Mio. Franken) und der Grundstückgewinnsteuer (+ 2,5 Mio.) sowie aus geringeren Aufwendungen oder weiteren Mehrerträgen (+ 5 Mio.). Die Gemeinden Ennetbürgen und Beckenried weisen in absoluten Zahlen die tiefsten Budgetabweichungen aus. Die Gemeinde Stans verzeichnet die grösste Budgetabweichung (+ 3,1 Mio.).

Blick vom Stanserhorn auf die Gemeinde Stans: Sie verzeichnete von allen Nidwaldner Gemeinden die grösste Budgetabweichung.

Blick vom Stanserhorn auf die Gemeinde Stans: Sie verzeichnete von allen Nidwaldner Gemeinden die grösste Budgetabweichung.

Bild: Nidwaldner Zeitung (Stanserhorn, 19. Juli 2016)

Das operative Ergebnis ist 2020 um knapp 8 Millionen Franken tiefer als im Vorjahr. Alleine die beiden Gemeinden Ennetbürgen und Hergiswil haben einen Rückgang von 6,5 Millionen Franken zu verzeichnen. Davon entfallen auf die Grundstückgewinnsteuer 2,9 Millionen. Eine Steuerfusssenkung von 2019 auf 2020 haben die Gemeinden Dallenwil Ennetbürgen und Hergiswil vorgenommen. Die Gemeinde Wolfenschiessen hat die Steuern für natürliche Personen erhöht.

Eigenkapital und Verschuldung gestiegen

Das Eigenkapital aller Gemeinden steigt um insgesamt 9,5 Millionen auf 264,8 Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen betragen 39,2 Millionen und liegen 4,4 Prozent unter dem Vorjahr. Gegenüber dem Budget sind es um 7,3 Millionen Franken tiefere Investitionen. Die Selbstfinanzierung reduziert sich gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Millionen auf 32,2 Millionen Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad aller Gemeinden beträgt 82,2 Prozent (Vorjahr 98,2 %).

Die Verschuldung der Gemeinden liegt im Durchschnitt bei 1072 Franken pro Person (Vorjahr 924 Franken). Die Nettoschuld pro Person erhöht sich gegenüber dem Rechnungsjahr 2019 um 148 Franken pro Einwohner. Neun Gemeinden weisen eine Nettoschuld und zwei Gemeinden ein Nettovermögen aus. Die Gemeinden Hergiswil und Oberdorf haben neu eine geringe Verschuldung, die Gemeinde Ennetmoos weist neu ein Nettovermögen aus. Eine Verbesserung erzielten die Gemeinden Buochs, Emmetten, Ennetmoos, Stans und Wolfenschiessen.