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Nidwaldner Gemeinden steuern die Bildungskosten

Der Bildungsbericht Schweiz zeigt einen starken Anstieg der Bildungskosten im Kanton. Regierungsrat Res Schmid ortet Handlungsspielraum bei den Kosten, doch müsse der Anstoss von den Gemeinden kommen.
Martin Uebelhart
Buochser Schüler an der Arbeit während einer Projektwoche. (Bild: Corinne Glanzmann (30. Mai 2018))

Buochser Schüler an der Arbeit während einer Projektwoche. (Bild: Corinne Glanzmann (30. Mai 2018))

Der Bildungsbericht Schweiz 2018 weist für den Kanton Nidwalden einen überdurchschnittlichen Anstieg der Bildungskosten aus (Ausgabe vom 5. Juli). Zwischen 2004 und 2014 sind die öffentlichen Gesamtausgaben um 8 Prozent gesunken, im gleichen Zeitraum sind die Bildungsausgaben für die obligatorische Schule aber um 23 Prozent angestiegen. Mit diesem Anstieg liegt Nidwalden deutlich über dem schweizerischen Durchschnitt, zusammen mit den Kantonen Aargau, Zürich und St. Gallen. Beim Anstieg der Kosten pro Schüler liegt Nidwalden mit 38 Prozent sogar an der Spitze.

Res Schmid, Nidwaldner Bildungsdirektor. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 4. März 2018))

Res Schmid, Nidwaldner Bildungsdirektor. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 4. März 2018))

Die Bildungskosten spiegelten die Situation in den Gemeinden wieder, sagt der Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid. «Die Schule liegt in der Hoheit der Gemeinden, sie bezahlen auch die Löhne der Lehrpersonen», hält er fest. Einzig im Bereich der integrativen Sonderschule übernimmt der Kanton die Kosten. Es gebe mitunter relativ kleine Klassengrössen. Gerade in kleineren Gemeinden wie etwa Emmetten sei dies auch von den Schülerzahlen abhängig. Wenn die Schule in der Gemeinde erhalten bleiben soll, fielen auch die Kosten an, sagt Res Schmid. Das sei politisch gewollt. Er bringt als Beispiel auch Stansstad, das mit zwei weiteren Schulstandorten in Kehrsiten und Obbürgen ein aufwendiges Schulsystem habe.

«Es gibt sicher noch Handlungsspielraum im Rahmen der kantonalen Gesetzesvorschriften», hält Schmid fest. Anstösse zur Senkung der Bildungskosten müssten aber von den Gemeinden kommen. «Schul- oder Gemeinderäte müssten das an die Hand nehmen, wenn sie ein Sparpotenzial orten», betont er.

Niedrigste Aufwendungen für Bildung pro Kopf

Der Bildungsbericht Schweiz zeigt aber auch noch eine andere Seite auf. Mit 2493 Franken sind die Aufwendungen für Bildung pro Kopf der Bevölkerung die schweizweit niedrigsten. Dies hängt laut Schmid damit zusammen, dass Nidwalden keine Hochschule führe und das Durchschnittsalter der Bevölkerung relativ hoch sei.

Generell sei das Bildungswesen in Nidwalden gut aufgestellt, findet Schmid. «Wir haben gute Rückmeldungen aus der Bevölkerung zum System der Volksschule.» Was immer wieder diskutiert werde, sei das integrative Schulsystem, insbesondere die Frage, ob es allenfalls auf Stufe Primarschule in gewissen Bereichen eine externe Betreuung brauche. «Derzeit ist aber noch nichts entschieden.»

Gespannt sei der Kanton auf die Auswirkungen der Stärkung der Grundkompetenzen wie Deutsch und Mathematik. «Ob sich das gelohnt hat, werden wir in zwei, drei Jahren wissen, wenn es erste Auswertungen über eine genügend lange Zeit gibt», sagt Res Schmid. Das Anliegen wegen der Grundkompetenzen sei von den Abnehmern, seien es die Mittelschule oder die Lehrbetriebe, immer wieder vorgebracht worden.

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