Leserbrief

Gemeinderat veranstaltet Hexenjagd in Beckenried

«Externer Fachmann untersucht Vorfälle», Ausgabe vom 23. Juli

Michael Lange, Stansstad
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Ich kenne den Fall aus der Zeitung, die mal wieder kräftig Öl ins Feuer gegossen hat. Immerhin habe ich aber drei Lehrpersonen in meiner Familie. Dass eine externe Fachperson zugezogen wird, ist für mich sehr bedenklich. Da kommt eine Mutter, stellt sich vor ihr Kind und zeigt mit flammendem Schwert auf die Lehrerin. Die Zustimmung anderer Mütter hat sie sich ja gesichert. Dass die Lehrerin nicht grundlos dem Kind einen an die Löffel gegeben hat, ist ja wohl logisch oder muss sich eine Lehrerin übelste Schimpfwörter gefallen lassen? Nein, muss sie nicht! Bei meinem Klassenlehrer hat es ab und zu gefunkt. Nie zu Unrecht und wir wussten, warum wir eins an die «Birne» bekamen. Ich schlug die Türe trotz Ermahnung nur zweimal zu, dann funkte es. Ich habe seit dem keine Türe mehr zugeschlagen und bin weder traumatisiert noch Suizid gefährdet, und aus meiner Klasse hat sich auch keiner das Leben genommen. Es war ein guter Klassenlehrer, er war bei uns Kindern sehr beliebt, denn er war gerecht.

Wenn diese, es sicher gut meinende, Mutter sich so vor ihr Kind stellt, fördert sie ja nur das Unrechtsempfinden des Kindes und es wird das Gelernte bestens einsetzen im späteren Leben. So wie ein Michael Lauber oder ein Pierre Maudet, denen beiden das Unrechtsempfinden total abgeht. Die Liste kann unendlich verlängert werden. Wie kann die Schulverwaltung oder der Gemeinderat eine gute und kompetente Lehrerin so kompromittieren und vom Schuldienst suspendieren, was einer Verurteilung gleich kommt? So einen Fall löst man mit Kompetenz und wenn nötig auch mit Durchsetzungsvermögen. Beckenried hat ja anscheinend die Finanzen, um solche unsinnigen Aktionen durchzuführen.