GEMEINDEWAHLEN: Für die Überraschung sorgt Oberdorf

In Oberdorf schafft die parteilose Karin Kayser den Sprung in den Gemeinderat. In Stansstad ist ein zweiter Wahlgang nötig.

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Reto Bachmann (CVP), der aus dem Gemeinderat von Oberdorf zurücktritt, gratuliert Karin Kayser zu ihrer Wahl. (Bild Roger Zbinden/Neue NZ)

Reto Bachmann (CVP), der aus dem Gemeinderat von Oberdorf zurücktritt, gratuliert Karin Kayser zu ihrer Wahl. (Bild Roger Zbinden/Neue NZ)

Karin Kayser-Frutschi hat es geschafft. Mit 628 Stimmen ist die Parteilose aus Oberdorf am Sonntag neu in den Gemeinderat gewählt worden. «Es ist ein schönes Gefühl. Ich bin sehr erleichtert», sagt die 41-Jährige. Sie habe sich zwar durchaus Chancen ausgerechnet, aber der Ausgang der Gemeinderatswahlen sei völlig offen gewesen. Speziell an ihrem Erfolg ist, abgesehen von der Parteilosigkeit, dass ihre Kandidatur sowohl vom Demokratischen Nidwalden als auch von der SVP unterstützt wurde.

«Ich bin sehr enttäuscht»
Zusammen mit Karin Kayser nehmen zwei weitere Neue im Oberdorfer Gemeinderat Platz: FDP-Kandidat Stefan Bosshard (770 Stimmen) und Paul Odermatt von der CVP (686). Die meisten Stimmen erhielt der bisherige CVP-Mann und neue Vizepräsident Beat Odermatt (786). Abgewählt wurde mit Margot Heutschi, CVP, die bislang einzige Frau im Gemeinderat. Sie erhielt nur 515 Stimmen. «Ich bin sehr enttäuscht über die Abwahl, denn ich hätte gerne noch eine Amtsperiode angehängt», sagt die 64-jährige Krankenpflegerin.

Zweiter Wahlgang in Stansstad
Die Stimmberechtigten machten gestern in den sieben Gemeinden, in denen noch Wahlen stattfanden, alles klar – Ausnahme Stansstad: Hier kommt es am 22. Juni zu einem zweiten Wahlgang um einen Sitz im Gemeinderat. CVP-Kandidatin Laleh Kiser verpasste das absolut Mehr von 676 Stimmen nur knapp um 26 Stimmen

Die DN- und die SP-Kandidaten hatten in Stans und Beckenried keinen Erfolg. Die SVP holte in Beckenried einen Sitz.

Markus von Rotz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.