Genossenkorporation Buochs wählt zwei neue Ratsmitglieder

An der ordentlichen Genossengemeinde Buochs wurde neben den Wahlen auch drei Kreditbegehren zugestimmt – unter anderem für die Trinkwasserversorgung auf einer Alp.

Sepp Odermatt
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Sie sind neu im Genossenrat Buochs: Josef Risi (links) und Josef Barmettler.

Sie sind neu im Genossenrat Buochs: Josef Risi (links) und Josef Barmettler.

Bild: Sepp Odermatt, 25. Juni 2020

Auf Grund der bekannten Umstände musste die Frühjahrsversammlung der Korporation Buochs auf den 25. Juni verschoben werden. 139 Stimmberechtigte hatten sich vorschriftsgemäss in der Sporthalle Breitli verteilt und verfolgten den informativen Jahresbericht des Präsidenten.

Dabei freute sich Stefan Barmettler besonders über die gelungene Revitalisierung des Mühlebachs. Mit diesem ökologischen Projekt sei ein weiterer Meilenstein für das attraktive Sport- und Freizeitgebiet Seefeld zu Gunsten der Öffentlichkeit realisiert worden. Auch die neue Erschliessung zum Flugplatzareal mit dem Kreisel und der Betonbrücke verlaufe planmässig, ergänzte Stefan Barmettler.

150'000-Franken-Kredit wird zugestimmt

Das Areal auf dem Flugplatz Buochs soll zu einem attraktiven «Arbeitspark» werden. Man wolle dabei sowohl in den Bereichen Bebauung als auch für die Freiräume und die Erschliessung nachhaltige Lösungen finden, erklärte der Genossenrat. Und weiter: «Wir wollen Möglichkeiten für einheimische und ortsansässige Betriebe bieten, mehr Arbeitsplätze für Nidwalden schaffen aber auch eine haushälterische Nutzung des Bodens im Auge behalten.» Dem Kredit von 150'000 Franken zu einem Bebauungsplan für die nächsten Jahrzehnte wurde diskussionslos zugestimmt.

Der Wasserknappheit auf den Alpen entgegenwirken

Ein weiteres Kreditbegehren von 275'000 Franken beantragte der Genossenrat für die Trinkwasserversorgung im Gebiet Arhölzli. Die meisten Alpen am südwestlichen Hang des Buochserhorns sind Eigentum der Korporationen Buochs und Ennetbürgen; nur wenige sind im Privatbesitz. Zur optimalen Bewirtschaftung dieser Alpen brauche es genügend Wasser, das in den letzten Jahren mangels Speichermöglichkeiten immer wieder knapp geworden ist. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, müssen die Wasserversorgung erneuert und die Lagerkapazitäten erweitert werden. Dem Kredit wurde ohne Gegenantrag zugestimmt.

An der Genossengemeinde Buochs wurden die Abstandsregeln genaustens eingehalten.

An der Genossengemeinde Buochs wurden die Abstandsregeln genaustens eingehalten.

Bild: Sepp Odermatt, 25. Juni 2020

Was am vergangenen Montag, 22. Juni, bereits an der Gemeindeversammlung bewilligt wurde, stiess nun auch bei den Korporationsbürgern auf offene Ohren: der Landkauf über 286 Quadratmeter von der Gemeinde für das Projekt «Wohnen im Alter».

Kredit für Renovation der Nothelferkapelle wird genehmigt

Auch braucht der Kanton östlich der Kreuzstrasse für die Erstellung eines dreissig Meter langen Trottoirs und einer Fusswegrampe von der Korporation Buochs 68 Quadratmeter Landfläche. Der Verkaufspreis beträgt 17'000 Franken. Oppositionslos sagten die anwesenden Stimmbürger Ja zu den beiden erwähnten Geschäften. Im Weiteren erteilten die Anwesenden dem Genossenrat grünes Licht für einen Bruttokredit von 60'000 Franken zur Renovation der Nothelferkapelle.

Nach 20-jähriger Tätigkeit verlassen Werner und Alois Barmettler den Genossenrat. An ihre Stelle wählten die Stimmberechtigten zwei fachkundige Kräfte. Neu wird Josef Risi, Güterstrasse, für den Bereich Seefeld und insbesondere den Bootshafen zuständig sein. Für die Landwirtschaft wird in Zukunft Josef Barmettler, Ennerberg, die Verantwortung übernehmen.

Nochmals zum Genossenschreiber gewählt

Der langjährige Geschäftsführer Josef Bucher geht im August in Pension. Dadurch entsteht eine Lücke in der Funktion des Genossenschreibers. Folglich schlug der Genossenrat vor, ihn noch einmal als Schreiber zu wählen. Die langjährige Erfahrung und die fundierten Kenntnisse in den verschiedenen Projekten seien von grosser Bedeutung für die Korporation, begründete der Antragsteller. Josef Bucher wurde – wie auch Genossenrätin Erika Wyrsch und Revisor René Baumgartner – einstimmig für die nächsten vier Jahre wiedergewählt. Auch dem Genossenpräsidenten Stefan Barmettler schenkte die Versammlung für zwei weitere Jahre das Vertrauen.