Gerlibach-Drama: Geringere Strafe gefordert

Eine bedingte 14-monatige Freiheitsstrafe will die Staatsanwaltschaft. Nun bezeichnet der Anwalt der Angeklagten im Gerlibach-Drama das als zu hoch.

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Die Furt beim Gerlibach, wo im Juli 2009 zwei Kinder ums Leben kamen. (Bild: Archiv Matthias Piazza/Neue NZ)

Die Furt beim Gerlibach, wo im Juli 2009 zwei Kinder ums Leben kamen. (Bild: Archiv Matthias Piazza/Neue NZ)

Am 17. Juli 2009 kamen beim Gerlibach-Drama zwei Kinder ums Leben. Am 29. März steht die Mutter eines der beiden Kinder vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft fordert eine bedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten. Für Karl Tschopp, der die Angeklagte verteidigt, ist das von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafmass zu hoch. «Die Verhängung einer Strafe oder deren Höhe kann nicht von äusseren Umständen wie einem allfälligen Interesse der Öffentlichkeit oder der Tragik des Vorfalles abhängen, sondern sie muss insbesondere in präventiver Hinsicht angebracht und dem Verschulden angemessen sein. Mit der beantragten Strafe durch die Staatsanwaltschaft Nidwalden wird diesen Tatsachen zu wenig oder teilweise gar keine Rechnung getragen.»

«Der Tod der beiden Kinder ist auf das Verhalten der Angeklagten zurückzuführen», heisst es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. «Die Angeklagte hat ihre elfjährige Tochter zusammen mit den beiden Kleinkindern bei sehr schlechtem Wetter ohne Begleitung und Aufsicht von Luzern nach Grafenort geschickt. Dabei war sie sich der kritischen Wetterlage bewusst und kannte auch die bei der Überquerung des Gerlibachs angebrachten Warnschilder», heisst es weiter. Die Angeklagte habe sich demnach wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung sowie Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht zu verantworten.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.