Gerlibach-Drama hat strafrechtliche Folgen

Zwei Kinder ertranken 2009 bei Grafenort. Im Frühling wird die Mutter eines der Kinder vor Gericht stehen.

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Heute weist eine Tafel bereits einige hundert Meter vor der Furte auf die Gefahr hin.

Heute weist eine Tafel bereits einige hundert Meter vor der Furte auf die Gefahr hin.

«Die Angeklagte muss sich eine Sorgfaltspflichtverletzung vorwerfen lassen», heisst es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Nidwalden. Die Frau hatte im Sommer 2009 ihre Tochter und zwei Ferienkinder alleine den Heimweg mit dem Zug von Luzern nach Grafenort antreten lassen. Beim Überqueren der Furt wurden ihre Tochter und das halbjährige Kind von den Fluten mitgerissen und kamen dabei ums Leben. Eine besonnene und gewissenhafte Person hätte unter den gegebenen Umständen und mit den Kenntnissen der Angeklagten die drei Kinder nach Hause begleitet oder zumindest für eine hinreichende Beaufsichtigung während der gesamten Heimreise gesorgt, heisst es in der Anklageschrift. Die Staatsanwaltschaft plädiert auf schuldig wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht. Die Eltern des ums Leben gekommenen Kleinkindes treten dabei als Straf- und Zivilkläger auf.

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Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.