Gerlibach-Drama: Urteil wird nicht weitergezogen

«Im Interesse der Gesundheit der Beschuldigten» wird das Urteil im sogenannten Gerlibachdrama nicht weitergezogen. Dies teilte der Anwalt der verurteilten Frau am Mittwochabend mit.

Drucken
Teilen
Der Gerlibach, fotografiert im Frühling dieses Jahres. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Der Gerlibach, fotografiert im Frühling dieses Jahres. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Das Kantonsgericht Nidwalden hatte die heute 48-Jährige im März dieses Jahres zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt.

Beim Unglück im Juli 2009 waren die elfjährige Tochter der Verurteilten und ein halbjähriger, ihr anvertrauter Knabe im reissenden Gerlibach ums Leben gekommen. Das Gericht befand die Frau der mehrfachen fahrlässigen Tötung und der Verletzung der Fürsorgepflicht für schuldig.

Zwar ist für den Verteidiger das Strafmass von 20 Monaten nach wie vor zu hoch. «Im Interesse der Gesundheit der Beschuldigten scheint es aber unangemessen, vor der oberen Instanz noch allein über die Höhe der Strafe zu feilschen, zumal der bedingte Strafvollzug angewendet werden kann.»

sda/rem